Abendliches Gewitter

von Robert K. Staege
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Letzte Sonne färbt die Auen bunter.
Murmelnd springt der Bach den Hang hinunter.
Über den Hügeln sieht man Wetterleuchten;
Regen mag wohl bald die Erde feuchten.

Westwind rauscht heran auf starken Schwingen,
seine Kraft lässt Pappeln, Weiden singen.
Dunkler strahlen Himmel schon und Welt,
als ein erster Blitz zu Boden fällt,

dann ein zweiter, - laut nun Donner krachen;
all das scheint dem Fluss nichts auszumachen.
Unbeirrt er dort im Bette weiterläuft,
als ein Schauer ihn mit Wasserperlen träuft.

Kleiner scheinen bald die Wolkenriesen,
weißer Nebel steigt sanft aus den Wiesen,
triefend glänzen Wald und Flur und Feld,
Stille kehrt neu ein in dieser Welt.

Geschrieben am 7. Juli 2019

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