nie genug

von marie mehrfeld
Mitglied

nie genug hände
zum forschenden
fordernden tastenden
fühlen geheimer
seligkeiten

nie genug hände zum
schutz vor dem gift zornig
verschossener blicke

nie genug münder zum sagen
der hellen worte der wonne und
nie genug zum murrenden klagen

schwarze schatten haben
viel licht verschlungen

doch folgten dem
dunkel der bänder
des spitzen spotts
perlende reihen
kristallklar getanzter
silben der freude

füllten die risse in
seelenhautwänden
mit fließender liebe

nie war es genug
der durst war unstillbar

doch in der erinnerung
bleibt der goldene nebel
eines leuchtenden glücks

Quelle: Fotos kostenlos, verändert

Buchempfehlung:

Interne Verweise

Kommentare

08. Apr 2018

das Licht hebt die Dunkelheit auf
beleuchtet des Lebens Lauf ...

Danke und liebe Grüße
Marie

08. Apr 2018

Die leuchtende Erinnerung macht alles wieder gut.
Zum Leben reichen unsere Hände, zwei, kaum aus.
Zum Leben braucht es außerdem viel Mut.
"Zornig verschossene Blicke" tun nicht gut.
Danke für das schöne Sonntagsgedicht, liebe Marie.

Liebe Grüße zu Dir,
Annelie

08. Apr 2018

Auch zornige Blicke werden verschossen
danach wird das Leben froher genossen ...

das trifft es nicht ganz, aber es reimt sich fein
und was Besseres fiel mir grade nicht ein ...

Danke und liebe Grüße zurück - Marie

09. Apr 2018

"Nie genug" passt zu deinem Gedicht -
dazu das schöne Bild, Bände spricht ...

Herzliche Grüße
Soléa