darf ich bitten

von Manfred Peringer
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über den nachtgrauen horizont steigt rot der mond
die felder dösen dampfend unterm nebelbett
wildgänse suchen flügellahm nach einem landeplatz

ich träume von deinem rosigen mund du ewig süße
sein ja öffnet uns die tür zum tanzsaal der fantasie
in dem wir wiegend schreiten und munter springen

sind die lautenklänge verklungen kehrt schweigen ein
am trüben himmel hängt eine verblassende venus
selbst die lerche hat keine lust zum morgengesang

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Kommentare

09. Okt 2018

Hallo Manfred, sehr schön! Auch der "Schauplatzwechsel" gefällt mir total gut,
lG
Anouk

09. Okt 2018

Oh, moon of Alabama, we now must say goodbye ... Daran musste ich auch denken, als ich Dein eher wehmütiges Gedicht las, das fast märchenhaft anmutet und leichte Trauer in mir hinterlässt - so gut geschrieben, dass es Einfluss aufs Gemüt hat.

Liebe Grüße,
Annelie

09. Okt 2018

Hallo Anouk,
freut mich, dass dich die Bilder ansprechen konnten. Die Tanzszene spielt auf die Hoftänze "Pavane und Gaillarde" an, für die die Protagonisten ein Fable hatten.
Danke fürs Hineinspüren und LG
Manfred

Hallo Annelie,
der Alabama Song ist einer meiner Lieblingssongs. In unserer Jugendzeit war die Doors-Fassung eine Art Hymne.
Manche Träume kommen immer wieder und entführen uns aus der wachsenden Müdigkeit des Alltags.
Schön, dass Dich die Bilder berühren konnten.
LG
Manfred

10. Okt 2018

So zum Freuen gut geschrieben und begriffen, lieber Manfred!
LG Uwe