Herbstgedanken

von Elmar Vogel
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Der Herbst fällt ein mit kühler Hast knickt er das Blümlein blau
die stolzen Rosen schlank und schön vergehn im Nebelgrau
Kein Widerstand, kein Aufbegehrn, kein Fluch und auch kein Streit
In tiefer Stille scheint die Kreatur zum Abgang nun bereit.

Vorüber ist das Lustspiel auf der weiten Bühne der Natur
Schon kleiden für den letzten Akt sich Wald und Feld und Flur.
Nun wird sich Blatt um Blatt noch einmal prachtvoll färben
Mir scheint, ein letztes großes Leuchten steht vor allem Sterben.

Ach könnte ich den eignen Herbst doch nur in diesem Bild begreifen
so würde ich wie eine süße, volle Frucht am Baum des Lebens reifen.
Dort wüsste ich, dass alles Fallen und Vergehn ein tiefer Sinn durchwebt,
dass Sterben nicht Verderben ist und Neues nur durch Altes lebt.

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Kommentare

11. Okt 2019

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass wir eines Tages den Lebenssinn verstehen werden.
Vorher ist es mehr ein ERAHNEN.
HG Olaf