Herbstabend

von Robert K. Staege
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Nebel sinkt ins Birkenweiß der stillen Au,
längs des Bachs verklingt der Krähe Schrei,
an den Erlen streicht ein kalter Wind vorbei,
Herbst kämmt leis der dünnen Haare Grau,
und im Herzen werden Sinn und Fühlen blau.

Der Abend fällt herein, bald ist es Nacht,
Blätterbunt lässt seine frohen Farben fahren,
Dunkel steht, wo grade noch Konturen waren.
Hoffend auf des nahen Winters helle Pracht,
fühlst Du: bald zeigt Frost hier seine Macht.

Letzte Wanderwolken, ohne Schritte,
ziehen sanft den Himmelsweg entlang,
und vom dürren Schilfe seufzt es bang
übers Mondlicht in des Teiches Mitte,
als ob die Erde selbst um Gnade bitte.

Geschrieben am 10. November 2017

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