DIE SONNE SCHEINT AUCH NACHTS - NUR ANDERS...

von Gherkin Green
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Nächtens scheint die Sonne grell
Gleißt betörend gen Nordwesten
Die Igelin streift ab ihr Fell
Im Kuschelbett liebt sich´s am besten

Ihr Gatte grummelt ungehalten:
„Bei Vollmond kann ich einfach nicht!“
Die Stachel-Liebe, wird sie erkalten?
(Der hält ja nie, was er verspricht!)

Schief betupft ein Straußen-Paar
Schwirret hochweit um die Wipfel
Dicht gefolgt vom Dromedar
Allerhand - das ist der Gipfel!

An der Finne, dort, am Schwarzdelfin
Hängt gar ein Weißrüssel-Nasenbär
Der lässt sich nach Neuseeland zieh´n
Zum Kahurangi - bitte sehr...

Arme Schlucker, reiche Schlemmer
Wilde Wölfe, Opferlämmer
Obdachlose, Penthouse Suiten
Gottes Ordnung, Menschen-Riten

Die Deutschen fressen jeden Tag
Rund um die 150.000 Schweine
Ob das Schwein den Menschen mag?
Das weiß der Schweine-Gott alleine!

Du, der Leser, bist ein dummer Wicht!
(So würde Sie ein Schwein beschimpfen)
Mit diesem Zapfen mitten im Gesicht...
(Schweine lieben es: Verunglimpfen!)

Wisse, dass die Zeit versiegt
Dass der Zeitenstrom sich biegt
Beim Plaudern
Beim Zaudern

Erfahre, dass die Wogen schwappen
Dass sie schmelzen, die Polkappen
Beim Beraten
Ohne Taten

Hoffe, dass die Menschen nicht verlieren
Hoffnung auch bei all den vielen Tieren
Beim Warten
Im kahlen Garten

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Kommentare

12. Feb 2020

Hihi, lieber Gherkin,
das Gedicht ist helles green
und echt Humor.
(Kommt im Leben selten vor.)

LG Uwe