Du Kind in mir

von marie mehrfeld
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Du Kind in mir, hör auf zu klagen,
die Welt ist hell, will ich Dir sagen,
ob Tag es ist oder auch Nacht,
hab’ Dich in jeder Zeit bewacht,
hab alle Qualen mit erlitten, und
möcht' Dich nun von Herzen bitten,
sollst mich nicht so in Angst versetzen,
dass meine Augen Tränen netzen,
ich kann es besser nicht begründen –
Du darfst nun in Dir Frieden finden,
hier fallen keine Bomben mehr,
viel’ Blumen blühen um mich her,
lass' mir nun wieder meine Ruh’,
schön Hähnchen und schön bunte Kuh,
doch Eines, das versprech’ ich Dir,
bist bis zuletzt ein Teil von mir,
nun summ' ich Dir in Deinen Traum
das Wiegenlied vom Blütenbaum.

Dazu eine Buchempfehlung, die auf persönlicher Erfahrung beruht:
„Das Kind in dir muss Heimat finden“ von der Spiegel-Bestseller Autorin Stefanie Stahl (Kailash Verlag). Die Autorin hat einen hilfreichen Ansatz entwickelt zur wirksamen Arbeit mit dem "inneren Kind", mit der eigenen Vergangenheit. Jeder Mensch möchte sich gerne lebenslänglich angenommen und geliebt fühlen. Aber nicht jeder Mensch konnte während seiner Kindheit das nötige Selbst- und Urvertrauen entfalten, das uns als Erwachsene durchs Leben trägt. Besonders alten Menschen, die den 2. Weltkrieg mit seinen Schrecken und Verletzungen erlebt haben, fällt es oft schwer, das anklagende, vielleicht traumatisierte „Kind in sich“ mit Zuneigung zu betrachten und ihm gleichzeitig aus erwachsener Sicht den richtigen Stellenwert zuzuweisen, um sich nicht von ihm beherrschen zu lassen. Das Buch hilft mit seinen Anleitungen, Freundschaft mit sich selbst und anderen Menschen zu schließen, alte und neue Konflikte zu lösen, Beziehungen glücklicher zu gestalten.

Buchempfehlung:

92 Seiten / Taschenbuch
EUR 9,50

Interne Verweise

Kommentare

12. Jun 2018

Danke, liebe Marie, für das bezaubernde Gedicht und das schöne Foto, das eine betrübte Marie zeigt, weil die Zeiten ihr nicht gerecht wurden und eine unbeschwerte Kindheit stark beeinträchtigt haben. An die empfindsamen Kinderseelen wird in Kriegszeiten zuletzt gedacht, dafür später um so mehr von ihnen gefordert.

Liebe Grüße,
Annelie

12. Jun 2018

Für Deine guten Worte danke ich Dir, Annelie, ich habe noch eine Erläuterung hinzu gefügt, die Dich interessieren könnte.

Liebe Grüße - Marie

Detmar Roberts
12. Jun 2018

"Die Blümelein, sie schlafen" vertont von Brahms ist eins der schönsten Kinderlieder, mit dem wurde ich auch in den Schlaf gesungen, auch ich fühle in mir immer noch den kleinen Jungen, der ich mal war, er ist ein wichtiger Teil von mir, wenn er auftaucht, streichele ich ihn und muss doch verhindern, dass seine Stimme zu dominant wird, das ist wahr, Marie, dein Gedicht berührt mich.
Grüße D.R.

Detmar Roberts
12. Jun 2018

Und was ich noch sagen will, „“Schön Hühnchen, schön Hähnchen und du schöne bunte Kuh, was sagst du dazu?“ ist eins einer liebsten Grimm-Märchen, Marie.

Detmar Roberts
12. Jun 2018

"Das Waldhaus" meinte ich

12. Jun 2018

Danke. Freut mich, dass Du das Gedicht magst und so verstehst, wie gemeint - und dass wir die gleichen Lieder gesungen, Märchen gehört haben, lieber Detmar.

Liebe Grüße - Marie

12. Jun 2018

Man muss es lieben, schützen, ehren -
und sich zugleich dagegen wehren ...

LG und Dank Marie

12. Jun 2018

Liebe Marie, Dein Gedicht tut mir gut. Mir wurde oft geraten, mit dem Inneren Kind zu arbeiten, gerade jetzt, während meiner Krankheit. Aber dieses Kind ist schwieriger zu bändigen, als mein Enkel. Ich muss wohl ein bisschen strenger mit ihm sein. Wie Du in Deinem Gedicht. Ich danke Dir für diesesn Text, er hat mich voll erreicht.

Liebe Grüße, Susanna

12. Jun 2018

Danke, Susanna, ja, im Zustand der Reduziertheit meldet sich das "innere Kind" besonders lautstark, ich habe mir den Umgang mir "ihm" hart erarbeitet, manchmal beherrscht es mich immer noch, das wird auch so bleiben, ich kann aber mit dem Kopf gegensteuern, und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass Enkelbetreuung anspruchsvoll sein kann, aber auch, dass Großmutterliebe sehr stark ist, Dir das Beste für Deine Gesundheit.

Liebe Grüße - Marie

16. Jun 2018

Trotz aller widrigen Erlebnisse ist es wichitg, das Kind in uns zu bewahren - ist nicht einfach! Vielleicht erinnerst Du Dich an mein Gedicht "damals" - verwandtes Thema....
Liebe Grüße,
Walter

18. Jun 2018

Danke, Walter, man muss "das Kind in uns" entdecken, zulassen, bewahren - aber man darf sich nicht von ihm beherrschen lassen

liebe Grüße - Marie

19. Jun 2018

Kann nur voll zustimmen - andernfalls haben wir einen Fall von "zweiter Kindheit", für alle Beteiligten eher peinlich ....;-)

Liebe Grüße, Walter