das weiß ich schon

von marie mehrfeld
Mitglied

der stille tag ertrinkt betrübt vom falschen klagen sagen
im nebel schwarzen rauch der langen nacht die kommt
verklingt im moll des graus und die gekrümmte hand des
alten bettelnden am wegesrand streckt sich vergeblich aus

sein bitten stumm verhallt im allzu schnellen schritt der zeit
in ihrer unerbittlichkeit ich such die schmetterlinge in den
blumen wiesen und auch die schnecken die auf feuchten
wegen kriechen ich such das glück in wachen kinderaugen

die ohne arg sind und noch voller glauben ich suche jenes
silberhelle licht das über allem weht das uns die pfade zeigt
das diese erde trägt und uns erhält das mir erzählt was einst
mals war und find es nicht indes die ziele die mein suchen

leiten in guten wie in schlechten zeiten will ich in wirklichkeit
gar nicht erreichen denn zu viel wissen tötet illusion das weiß
ich schon will jenes staunen zweifeln fragen ahnen sehnen bei
behalten um liebend lobend dieses leben weiter zu gestalten

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Kommentare

12. Jun 2019

Je mehr wir forschen, desto mehr erfahren wir zwar, desto klarer erkennen wir aber auch, dass wir niemals ALLES wissen werden, das meiste bleibt zum Glück geheim, und wir können unser sehnsuchtsvolles Suchen fortsetzen. Da folge ich Dir, das erlas ich mir aus Deinem feinen Gedicht am heutigen frühen Morgen, Marie.

LG
D.R.

13. Jun 2019

Hoffentlich werden wir niemals alles wissen und erklären können, das Leben in all’ seinen Facetten soll „für immer“ ein unerklärbares Wunder bleiben, über das wir staunen, nach dem wir uns sehnen, das uns verzaubert. Danke für Deine Worte, Detmar.

Liebe Grüße - Marie

12. Jun 2019

Liebe Marie,
du willst, und was du willst entspricht dem meinen Wollen.
Ich trage Sorge, es geht daneben...
LG Uwe

13. Jun 2019

Damit meinst Du vielleicht, wir suchen oft vergebens. Aber das gehört doch dazu, macht es erst spannend, oder? Herzliche Grüße zu Dir, lieber Uwe -

Marie

13. Jun 2019

Nein, das Suchen, selbst wenn es vergebens ist, bleibt immer richtig. Aber das, was man als Gutes erstrebt und Verlangen danach trägt, es bleibt oft unerfüllt (was sich manchmal sogar als besser herausstellt, hihi!)
LG Uwe

13. Jun 2019

Das kann ich nur bestätigen, Uwe, manches hat sich auch bei mir hinterher als besser herausgestellt ...

LG Marie

12. Jun 2019

Man muss es suchen, jenes Licht -
Denn sonst lohnt unser Leben nicht ...

LG Axel

13. Jun 2019

In jedem Dunkel steckt auch Licht,
nur manchmal sehen wir es nicht …

LG mit Dank zurück - Marie

12. Jun 2019

Hallo Marie,
nur wer weiß was er sich ersehnt, kann davon träumen es zu erreichen.
Zuviel wissen macht es sicher schwerer, weil die Ziele größer und weiter scheinen,
doch der menschliche Geist hat das Ende seiner Evolution noch nicht erreicht,
auch wenn einige Zeitgenossen das stark bezweifeln lassen. :)
Lass uns also weiter nach dem silberhellen Licht suchen.
LG
Manfred

13. Jun 2019

Lieber Manfred, Du hoffst, der Geist des jetzigen Menschen hat noch Entwicklungspotential. Dem widerspricht der britische Naturforscher und Tierfilmer Sir David Attenborough, er behauptet, die gegenwärtigen Menschen auf der Erde stellen den Endpunkt einer langen evolutionären Entwicklung dar, die vor rund 20 Millionen Jahren mit dem Übergang vom Tier zum Mensch begonnen hat. Ich weiß nicht, wem ich folgen soll. Falls wir das „Endprodukt“ sind, haben wir nicht viel dazu gelernt im Laufe der Entwicklung, vor allem nicht den friedlichen Umgang miteinander und auch mit der Schöpfung …
aber dennoch, ja, lass uns weiter nach dem Licht suchen!
LG zurrück - Marie

13. Jun 2019

Zu weit voraus, das ist nicht meins, auch wenn mein Streben vorwärtstreibt.
Ein kleines Sehnen, ein kleines Licht, auf das ich trotzdem nicht verzicht,
erhellt mir, wo auch immer mein Weg –
auf dem ich so oft unsicher geh …

Sei lieb gegrüßt
Soléa

13. Jun 2019

Liebe Soléa, danke, da bin ich wieder ganz bei Dir, das suchende Sehnen nach dem Licht - darauf verzichten wir nicht!

Herzliche Grüße zu Dir - Marie

13. Jun 2019

Was Du Dir wünschst, wird Dir gewährt,
Denn, Geist formt die Realität.
Wenn Geist Realität formt, lasst uns das Gute denken,
Das Herzen hin zur Liebe und zum Frieden lenken.

Wunderschöne, sehr berührende Zeilen, liebe Marie.

Herzliche Grüße
Ella

13. Jun 2019

Große Freude über Deine Rückreime; unbedingt – Gutes denken, Herzen hin zum Frieden lenken … wunderbar hast Du es wieder ausgedrückt, liebe Ella, danke!

Marie

14. Jun 2019

...und ich möcht' einfach fragen, was weiß ich schon, im Gegensatz zu solchen hohen Tiefen...was können wir schon wissen - und was tun (?) - "Krönung der Schöpfung" gleicht der Vermessenheit, der Illusion...
Yvonne

15. Jun 2019

Ja, Yvonne, „Krönung der Schöpfung“ – ist Illusion, diese eigentlich trostlose Erkenntnis gewinnt man langsam, aber wir (- vor allem unsere Nachkommen) brauchen Zuversicht, deshalb will man nicht IMMER alles wissen, lieber Staunen, Fragen, Ahnen, Sehnen beibehalten, um das Leben fröhlich weiter zu gestalten, besser weiß ich es einfach nicht …

liebe Grüße - Marie