Wintertraum im Advent ...

von Annelie Kelch
Mitglied

Wie still ruht diese kalte Winternacht …
Vom Glanz des leisen Schnees umhüllt.
Ein Stern, im Licht des Monds erwacht,
Blickt auf die Erde – glückerfüllt.

Der am Kamin noch hofft und träumt,
Versonnen grübelnd in die Flammen blickt,
Während das Herz ihm überschäumt,
Händels Messias hört, der Friedenstage schickt.

Ins Eis geritzt, die unentzifferbare Schrift:
Des Winters weiße, harte Vogelschwingen.
Und Einsamkeit: Die nachtet oft wie Otterngift,
Derweil wir beten für ein festliches Gelingen.

Der uns die Wege soll befehlen in der Not:
Er lässt die winterliche Wunderblume sprießen ...
Ein guter Nazarener teilt mit dir sein Brot,
Ein guter Mensch – vermeidet Blutvergießen.

Messiah (HWV 56, dt. Der Messias) ist ein Oratorium von Georg Friedrich Händel auf Bibeltexte in einer englischsprachigen Zusammenstellung von Charles Jennens für vier Soli (SATB), Chor und Orchester. Es vertont die christliche Glaubenslehre bezüglich des Messias auf Basis der King-James-Bibel und des Book of Common Prayer. Es wurde im Sommer 1741 komponiert und am 13. April 1742 in Dublin uraufgeführt. Quelle: Wikipedia.

Collage, rein digital, Copyright: Anne li
Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

12. Dez 2018

Ein guter Mensch vermeidet Blutvergießen - so einfach - und doch so schwer - schwerwiegend - Möge mit dem Schnee auch die Stille herabrieseln, tief in die Gemüter, die - vor ihren Kaminen sitzend - in Wärme der Kälte friedvoll nicht nur denken sondern auch aufstehen und handeln mögen danach - ja, das wäre ein Versprechen zur Weihnacht!

LG Yvonne

12. Dez 2018

Danke für Deinen lieben, außerordentlich guten Kommentar, der mein Gedicht hervorragend ergänzt, liebe Yvonne. So viel Blut ist bereits vergossen worden, in Kriegen, bei Schlägereien etc. Aber Blut zu Friedenszwecken an Kranke spenden, wollen nur ganz wenige Menschen, Genauso ist es mit Spenderorganen. Mir können die Ärzte post mortem entnehmen, was noch brauchbar ist; der Rest wird verbrannt.

Friedliche Adventsgrüße an Dich,
Annelie

12. Dez 2018

Ein wenig Hoffnung kann kaum schaden -
Sonst geht die Menschheit eiskalt baden ...
(Frau Krause meint, da fehlt ein "S":
"MESSI ASS!") [Nur Fußball-Stress ...]

LG Axel

12. Dez 2018

Ach ja, damit kennt sich die Krause aus ...
Fußball und Bier erhalten stets Applaus.
Messiet es sehr in Deinem Haus und stinkt?
Weil Krause nur noch frisst und trinkt?
Antworten darfst Du Dir darauf ersparen ...
Und Krause mal zum Lüften kurz spazierenfahren.
Vorn auf dem Lenker sitzt sie dann - grazil!,
Indes Du gute Miene machst zum schweren Spiel.

LG Annelie

13. Dez 2018

Krause meinte natürlich Argentiniens Fußballstar -
Das Männchen findet sie ganz wunderbar ...

LG Axel

13. Dez 2018

Wieso natürlich? Muss man den kennen, diesen Lionel „Leo“ Andrés Messi Cuccittini? Laut "Bildung" von Dietrich Schwanitz (Alles, was man wissen muss) gehören die Namen der Fußballspieler nicht unbedingt dazu.

LG Annelie

13. Dez 2018

Doch! Der ist ein sehr bekannter Steuerhinterzieher!
(Ein ausgefuchster Finanzamt-Flieher ...)

LG Axel

13. Dez 2018

Halleluja, liebe Annelie!
Das galt nun aber nur deinem Gedicht und dir.
LG Uwe

13. Dez 2018

Danke, lieber Uwe. Hab ich mir eigentlich auch gedacht ...
Wem denn sonst?
Womöglich Krause?
Dichtet die etwa
in der Fußballpause?

LG Annelie

13. Dez 2018

" Händels Messias hört, der Friedenstage schickt"... so sollte es sein. Sehr ansprechender, tiefgreifender Inhalt, der durch die Musikalität Deiner Sprache auf wunderbare Weise unterstützt wird. Sei herzlichst gegrüßt, liebe Annelie. Ingeborg

13. Dez 2018

Vielen Dank für diesen schönen Kommentar, liebe Ingeborg. Ich habe mir gestern Händels Messias ganz leise angehört und die Musik sehr genossen. Über Dein Lob freue ich mich sehr.

Liebe Grüße zu Dir,
Annelie

13. Dez 2018

Wie Du schon weißt, bin ich kein Christ,
Und dennoch ist's für mich kein Mist!
Mag gern auch die sakrale Kunst,
Musik und Lyrik - auch kein Dunst!
Geschaffen von des Menschen Hand,
Nehme ich gern das Schöne an,
Wie Deine wunderschönen Zeilen,
In den' ich gerne möcht verweilen,
Sakrale Lyrik kann man bestaunen,
Auch wenn man nicht lebt jenen Glauben :)
Ja, Deine Zeilen mag ich gern,
Bin ihnen nah und gar nicht fern :)

Ganz liebe Grüße,
Ella

13. Dez 2018

Danke, liebe Ella, Deine Dichtung ist ganz wunderbar,
viel zu wertvoll für 'nen Kommentar.
Ist doch egal, was du bist ...
ob Christin oder Atheistin,
ob Muslima oder Buddhistin.
Bist für Frieden, trägst Dein Herz
auf dem rechten Fleck;
Von den Gedichten, die Du schreibst,
sind wir begeistert, hin und weg ...

Danke Dir und ganz herzliche Grüße,
Annelie

14. Dez 2018

Dein besonderes Gedicht zur Weihnachtszeit gefällt mir sehr, liebe Annelie, mehr schreibe ich aus Gründen des Zeitmangels nicht, schließe mich dem allgemeinen Lob an …

liebe Grüße zu Dir - Marie

14. Dez 2018

Danke für Deine freundlichen Worte, liebe Marie.

Herzliche Grüße,

Annelie