Versprechen zum Donnerstag

von Yvonne Zoll
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Unbändig ungebändigt die Kraft gewaltigster
Düsterkeit vollendet blendet Erschauen im
Bluterguss jenes Dämmerstundenscheins
verfemten Nachtabschieds dein Gleißen

reine Anstrengung zum Strom sich lichtender
rauer Nebelflocken gebannt unter Brücken
die Bögen des schleichend weilenden Flüsterns
im Angesicht meines fließenden Mäanderns

Erglühen die sturmumtosten Schatten starren
Schweigeflehentlich in jene funkelndsten aller
notgedunkelt durchgedrungenen Töne zu der
umschauerten Jahrtausendtiefe unsres Tags

schräggewaltig wachsendes Denken ungescheut
geblitzte Harmonien im Samtkleid verheimlicht
harmlosen Grollens treffen uneingeschränkt
wie die rechtesten Haken einer Aggression

abgeflaute Wechsel spitzen just in jene
längst gebahnten Treffer feurig ungehemmter
Intensität im ungebrochenen Vergehen
Wie Wille sich entspinnt am Tag der Donner

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Kommentare

12. Dez 2018

Dieses Gedicht gefällt mir sehr, Yvonne; zwar kann ich nicht alles interpretieren, aber in jedem Vers steckt eine Wahrheit, eine Erkenntnis, die ich nachvollziehen kann, außerdem lesen sich die Zeilen vortrefflich.

LG Annelie

13. Dez 2018

Es geht um einen ganz besonderen Tag, dessen Aufkommen und Verlauf geschildert wird - einen Donner-s-tag ;) - vielen herzlichen Dank für deinen überlegenden Kommentar...

LG Yvonne

13. Dez 2018

Die Macht der Düsternis,
die Mühen des Entkommens,
unausweichlich martialischer Kampf,
du lässt es aber auch willensstark krachen, nicht nur der Donnerstag, der ist dagegen kalter Kaff.
Und zuviel versprachst du nicht, ich musste beim Lesen mehr und mehr erschauern und - grinsen!!
Auf und ab, die Sinuskurve einer Y-Geraden.
LG Uwe

13. Dez 2018

Dank dir - aber:
Seit wann sind
Kurven gerade(n)???
Und falls sie gerade wäre,
wo bliebe da die Überraschung,
das Unvorhersehbare?

LG Yvonne

13. Dez 2018

Genau, und sowieso ist bei Y halt kein Halt auszumachen, alles sogar auf einen PUNKT gebracht!
(Und Kurven geraten.)
LG U.

13. Dez 2018

Wortakrobatik , die ich nicht einzeln auszulegen vermag; aber da steckt eine immense bildnerische Kraft sowie gefühlsmässige Stärke drin, die auf diesen Tag des Donners ( viellt auch auf myth. Gott Thor) zuläuft. Faszinierender Text, meint mit lieben Grüssen , Ingeborg

14. Dez 2018

Und genau um diese Gefühle, ausgelöst aus dem Wort Donner-s-tag, um eine Begegnung mit und an diesem Tag geht es mir! Ich danke dir für deinen Kommentar.

LG Yvonne

14. Dez 2018

Auch in dieses Gedicht habe ich mich mühelos hineingehört, mein Eindruck wird von dem mit eingestellen Foto gut gespiegelt, liebe Yvonne ...

LG Marie

14. Dez 2018

Das freut mich sehr! Das Bild ist auf dem Heimweg von der Arbeit entstanden...
LG Yvonne