Serenade

von Robert K. Staege
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Da der Tag nun muss verblassen,
steigt der Mond recht fahl herauf,
und ich höre in den Gassen
Lieder singen wohl zuhauf.

Hab‘ in meinen jungen Tagen
auch in lauer Sommernacht
meiner Liebsten ohne Zagen
manches Ständchen dargebracht.

Später hat man fortgetragen
still die Allerliebste mein,
und die Lieder wurden Klagen
über ihrem Totenschrein.

Denke heut‘ an meine Lieder
in der stillen Einsamkeit,
und die Winde rauschen wieder
wie zu jener trüben Zeit.

Neue Liebe durft‘ ich finden,
neuen Weg auf Gottes Spur,
und ich rufe zu den Winden
voll des Dankes: Singet nur!

Geschrieben am 14. Juli 2019

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