Rote Grütze

von Soléa P.
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Jetzt und immer – Herzschmerzlieder,
Lachen – Weinen, zeitlos sein,
an Träume glauben die Träume waren,
erschaffen an schwelgenden Blauhimmelstagen,
mit weißen Wölkchen – Rosenstrauß Duft,
die Seele vermissend fühlen tut,
alles Regen – Bogen – sich verbiegen –
lustvollen, schmerzenden, innigen, Lieben,
mein glockiges buntes Blumenkleid,
hebt sich im Sommersonnenschein,
flirrende Hitze den Rhythmus bestimmt,
leergefegt die schmalen Straßen,
alles still, die Alten begraben,
nicht einmal ein Vöglein pfeift –
Sommer – es ist viel zu heiß,
Erinnerung wird präzise wach,
an rote Grütze, den kleinen Spielplatz,
verfallenen Knien und Kullertränchen,
vom Weinen müde musste ich gähnen,
aber das Leben, es geht weiter,
suche den Punkt, der hellauf begeistert,
den, der wohnt in jedem Herzen,
bemühe mich, ihn auszugraben,
um mein Gemüt zu beschwichtigen,
und die Sehnsucht streift durch die Brust,
bohrt sich zu tiefgründigsten Gedanken,
durch die ich nun erkennen muss:
„Kind war ich und bleibe es bis zum Schluss …“

Bild: © Soléa
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Kommentare

18. Mai 2019

Liebe Soléa, du gestandene Frau...
und ich finde gut, auch ein wenig Kind zu bleiben, spielerisch und mit weit aufgerissenen, staunenden Augen, ein wenig naiv und vertrauend. Auch wenn die Kindheit schwer war? Besonders dann.
LG Uwe

19. Mai 2019

Ja, lieber Uwe, gerade dann. Wir werden geprägt geboren und die Kindheit tut den Rest, egal wie sie verlief. Und diese Zeit kommt immer wieder hoch, mal mehr, mal weniger. Ich mag das gerne, auch, wenn es manchmal schmerzt. Es ist ein süßer Schmerz.

Liebe Grüße
Soléa

18. Mai 2019

Liebe Soléa, das klingt nach einer guten Kindheit. Zurückholen kann man diese geschützte Zeit nicht, sie ist aber tief verankert in unseren Erinnerungen, bleibt ein Teil von uns, der uns schützt. Wenn wir Glück haben, bleiben wir lebenslänglich ein wenig Kind.

Liebe Grüße - Marie

19. Mai 2019

Ja liebe Marie, meine Kindheit war innig, mit vielen Höhen und weniger Tiefen. Verankert, das ist sie. Ich mit ihr und sie mit mir …

Sei lieb gegrüßt
Soléa

18. Mai 2019

Ein bisschen Kind soll stets man bleiben -
Dann kann man so darüber schreiben ...

LG Axel

19. Mai 2019

Das Kind im Manne steckt auch in einer Frau:
Ich bin mir sicher, dass du mir das glaubst …

Liebe Grüße
Soléa

18. Mai 2019

Ich bin sowieso der Meinung, dass man sein "Kind" immer pflegen soll. Erstaunlich wie Kinder dann reagieren, als würden sie
auf einen Verbündeten treffen.
LG Jürgen

19. Mai 2019

… das ist doch schön, finde ich!

Liebe Grüße
Soléa

20. Mai 2019

Also Jürgen!!! ...als würden sie einen Verbündeten treffen, das hast du toll gesagt!

18. Mai 2019

Diese Kindheit, dieses ein Kind sein, ein ganz besonderer Erinnerungsort, viellt der
prägenste überhaupt in Leben, wovon Deine bemerkenswerte Sclußzeile auch spricht . Gern gelesen, liebe Solea. Herzlichst, Ingeborg

19. Mai 2019

Liebe Ingeborg, wenn Gedanken und Gefühle an die Kindheit hochkommen, ist es, wie mitten drin. Wie du sagst, eine prägende Zeit, bis zum Schluss.

Herzliche Grüße in deinen Abend
Soléa

18. Mai 2019

Hallo Soléa,
nach den ja eher regenerisch kühlen Tagen habe ich deine Erinnerungen an die "Blauhimmelstage" gern gelesen.
LG
Manfred

19. Mai 2019

Hallo Manfred, das freut mich und ich hoffe, die Blauhimmelstage sind auf dem Weg zu dir.

Liebe Grüße
Soléa

19. Mai 2019

Wie wunderbar, wenn man zurückblickt und viele Kindhets-Glücksmomente im Heute inspirieren und nicht nur Lächeln zaubern.

Liebe Grüße
Ella

19. Mai 2019

Ich will daran glauben, Ella, dass jedes Kind Glücksmomente mit durch sein Leben nimmt und diese, wenn auch vielleicht nicht so viele, gewichtig sind…

Liebe Grüße zu dir
Soléa