Am Abend des Vierten Advent

von Willi Grigor
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Ich ging einen traumgleichen Bergweg entlang,
zwischen entlaubten Reben.
Es wollte schon dunkeln, doch mir war nicht bang,
mir war als könnte ich schweben.

Ich ging wie in Eile, es trieb mich ein Drang,
ich folgte dem Licht in der Mitte,
das hinter den Wolken dem Himmel entsprang.
Ich hörte nicht mehr meine Schritte.

Und dann war ich oben, ganz oben am Hang,
ich seh wie der Lichtschein verbrennt.
So nah war der Himmel, der Wind leise sang -
am Abend des Vierten Advent.

© Willi Grigor, 2015
Jahreszeiten

Aus diesem Bild, das B. Kottmann mir aus einem anderen Grund zusandte, entstand das Gedicht. Foto © Bertram Kottmann
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Kommentare

18. Dez 2016

Schöne Zeilen...Ich ging wie in Eile, es trieb mich ein Drang.....

LG!

19. Dez 2016

Danke für diese freundlichen Kommentare, G.R., Axel und Monika.

Herzliche Grüße
Willi