Aufbruch

von Michael Dahm
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Es knospet die Pracht
zu hellgrüner Tracht,
die Bäume, sie schlagen,
sich aus tristen Tagen.

Es rohret die Dommel,
in Waldes Gerommel,
es hirschet der Röhr,
hat's nun nicht mehr schwör.

Im Teich kaulen Quappen,
sind trüb Tümpels Wappen,
am Rande, Windröschen,
im Busch mit weiß' Höschen.

Mit Licht die Sonn' kleckert,
der Häher, er meckert,
der Specht ist zu laut,
weil Liebesnest baut.

Im Wipfel das Windlein,
behüt' Mutters Kindlein,
die fröhlich sich zeigen,
im erneuernden Reigen.

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Kommentare

19. Mär 2017

Da ist dir mal wieder etwas Besonderes gelungen, Micha. Allein: "es rohret die Dommel, es hirschet der Röhr" - könnte doch glatt von Ernst Jandl sein - aber ich glaube, du bist doch eher ein "Waldmensch", wie Longfellow einer war, trotz dieser schelmischen Waldposse.

LG und noch schönen Sonntag:
Annelie

19. Mär 2017

Danke , liebe Annelie

ja ich bin manchmal ein Waldschrat und manchmal nicht ganz bei mir und dann verdrehe ich ganz unbewusst die Worte ;-)

Griebe Lüße Micha