und alles beginnt erneut

von marie mehrfeld
Mitglied

bis hin zu den vergilbten
Briefen der frühen Tage
verlor alles seinen Schatten

stolze Vögel der Nacht
lassen Schwingen wehen
über den Dächern alter Dörfer

menschenleer zum Bersten
voller Erinnerungen

dort unten am schläfrigen Fluss
ändert das Schweigen die Richtung

wird zu Papier beschriftet sich selbst
mit Fragen der Nähe der Weite

während die Flut gestauter Gefühle
das Tor zur Mitternacht aufstößt

und wir Brücke um Brücke
queren auf den hohen Tönen
geliehener Geigen

auf der Suche nach Frieden

Irrwege des Lebens

kehren wir heim zum Licht
schließt sich der Kreis
im ewigen Wandel

und alles beginnt erneut

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Kommentare

20. Jan 2019

Die Worte stolpern aus dem Kopf –
man packt behä(e?)nde sie beim Schopf …

Danke und LG zurück - Marie

20. Jan 2019

manchmal
sind es die unverhofft
unvermuteten Begegnungen
auf einem vermeintlichen Irrweg
die neue Perspektiven und andere
erfrischende Wege eröffnen aus
den Kreisen voller Erinnerung
ein neues Beginnen im Wandel
variierender Ringe auf den sich
hoch schraubenden Papierbögen
tönender Geigenbrücken
wieder unnachahmlich nachdenksam inspirierende eindringende Worte und Bilder!

LG Yvonne

20. Jan 2019

… ach, wie Du es wieder ausdrückst, y-v(w)onnig, einmalig, unnachahmlich, nur un-ebenbürtig erwiderbar, da bleibt mein Dank zu Dir in den frühen Abend -

LG - Marie

20. Jan 2019

Die Irrwege des Lebens ... sehr poetisch hast Du sie geschildert in diesem wunderbaren Gedicht, dass sie uns gar nicht mehr wie Irrwege vorkommen, sondern wie ein geheimnisvolles Licht, das uns, um eine Kurve herum, auf den richtigen Weg bringen will.

Liebe Grüße,
Annelie

20. Jan 2019

Ohne Irrwege wären wir sehr langweilige Zeitgenossen, die keine Lust zum Schreiben und Dichten verspüren, weil sie nichts zu berichten haben, unsere Pfade verlaufen im Zickzackkurs, bestehen aus guten und schlechten Erfahrungen, nur das macht uns lebendig …

liebe Grüße zurück - Marie

21. Jan 2019

Irrwege lassen uns suchen,
Irrlichter – verlaufen
und manchmal wird man irre und müde, vor lauter suchen und laufen …doch alles normal, find ich …

Herzliche Morgengrüße
Soléa

21. Jan 2019

Und am Ende schließt sich der Kreis und alles beginnt erneut ... der ewige Wandel, der unser Leben bestimmt, das wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen ... ich grüße Dich herzlich zurück, liebe Soléa -

Marie

21. Jan 2019

Irrwege, Umwege, die Entwicklungswege von uns Menschen. Dein Gedicht ist voller Poesie und Magie, traumhaft schön.

Liebe Grüße, Susanna

21. Jan 2019

Bei Irrwegen und Umwegen - Auswege finden, darum bemühen wir uns, danke für die Poesie und die Magie ...

LG von Marie an Susanna

21. Jan 2019

„Wird zu Papier, beschriftet sich selbst mit Fragen der Nähe der Weite, während die Flut gestauter Gefühle das Tor zur Mitternacht aufstößt“ – beeindruckend stark formuliert, liebe Marie, auch ich grübele ständig über den Sinn und das Ziel des Lebens, ohne Antworten zu finden.

LG - D.R.

21. Jan 2019

Nach langer Zeit meldest Du Dich mal wieder, freut mich, danke für die lobenden Worte, Detmar ...

LG Marie

29. Jan 2019

Hach, einfach "nur" schön Deine Poesie, liebe Marie :)

Liebe Grüße,
Ella