Höllenspiel

von Michael Dahm
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Gestern, auf dem Weg nach Haus,
es war recht spät und dunkel,
es jagte schon die Fledermaus,
im fahlen Sterngefunkel.

Ich sah die Hand vor Augen nicht,
nahm doch den Pfad durchs Moor,
an seinen Rändern tanzte Licht,
so wie noch nie zuvor.

Nebelwische dümpelten,
durch Bäume wie Gestalten,
Äste knöchern rümpelten,
mein Mut war sehr verhalten.

Hufgetrappel hörte ich,
von Ferne näher kommen
und spürte wie dass Blut mir wich,
hier hat ich´s nie vernommen.

Der Himmel öffnete ´nen Spalt,
dass rotes Mondlicht fiel
und durch teuflische Gewalt,
war ich Gast in einem Spiel.

Ein Höllenrapp mit Flammenzopf,
stob an mein´m Busch vorbei,
darauf ein Reiter ohne Kopf,
war mir schon einerlei.

Geisterhunde rot gerandet,
heulten in mein Ohr,
aus der Hölle hier gelandet,
trieben ihn durchs Moor.

Der Mond verschwand,
der Himmel schloss,
das Geisterland
und auch dass Ross.

War´s Lug, war´s Trug,
bin ich ein Narr?
Mein kranker Geist mir ,
dies gebar?

Sag ich´s Kind , vor allem Frau?
wär ich doch im Moor versunken,
ich höre sie schon ganz genau.
Mein Schatz, Du bist betrunken …

MD 06.03,2014

© Picolo

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Kommentare

20. Aug 2016

Von Poesie besoffen
kann man hoffen
das die Phantasie noch offen ... ;-)

LG Micha

21. Aug 2016

Phantasiebesoffener Poet, und ein wundervoller Text entsteht.
Weckt zudem Erinnerung.
Zurück zur Kindheit. Da wuchsen aus Schatten Gespenster.
Da war die durch Wind bewegte Gardine am Fenster.
LG Monika

21. Aug 2016

Ich hab als Kind überall Gespenster gesehen Monika, heute ist das auch noch so ;-)

LG Micha

21. Aug 2016

Phantasiebesoffener Poet, und ein wundervoller Text entsteht.
Weckt zudem Erinnerung.
Zurück zur Kindheit. Da wuchsen aus Schatten Gespenster.
Da war die durch Wind bewegte Gardine am Fenster.
LG Monika