Ballade ✓ Mehrstrophige, erzählende Balladen

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Beitrag 1 - 35 von insgesamt 116 Texten in dieser Kategorie
von Willi Grigor

Die Lampe ist nun ausgelöscht, die Nacht ist still und klar,
es kommen die Gedanken aus der Zeit, die einmal war,
und milde Sagen fliegen rund wie Streifen durch das Land,
und wunderbar und wehmütig und warm das Herz ist dann.…

von Heinrich Heine

Im düstern Auge keine Träne,
Sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne:
"Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
Wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben!

Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir…

von Willi Grigor

Ich bin im Krieg geboren,
doch hab ihn nicht erlebt.
Ich hab kein Glück verloren,
im Frieden nur gelebt.

Ich spielte in Ruinen
und spürte nicht die Not.
Wir kriegten bald Rosinen,
es schwamm wieder, das…

von Corinna Herntier

An Ufers Strand steht sie allein. Der Wind bläst wild und mächtig,
und in ihr ruht das nächste Kind. Sie streichelt ihren Leib so lind,
voll Wehmutlieb – bedächtig.

Ihr Mann spie ihr ins Angesicht – die Scham ließ sie erröten.…

von Willi Grigor

Segringen, 1949-51

In den schweren Nachkriegsjahren
waren viele zu bedauern.
Ich gehöre nicht zu jenen,
ich war Kühehüter eines Bauern.

Nach der Schule, in den Ferien
war ich ein Teil der Bauernwelt.

von Flora von Bistram

Ich gehe durch verwildert‘ Land,
verschlungen stehen Kraut und Blumen,
zerborsten ist schon lang die Wand
des alten Hauses. Dunkle Krumen

der Erde liegen hart und schwer.
Doch sehe ich im Nähergehen,
mit…

von Willi Grigor

Es war kurz vor der Hochzeitsfeier,
dem schönsten aller Feste.
Die Braut trug einen weißen Schleier,
helle Kleidung alle Gäste.

Doch ihre Freude war gespalten,
und sie hatte sich entschlossen
diese dann erst…

von Jalid Sehouli

Menschen auf der Flucht verlassen viel, meist zu viel.
Manche von ihnen sind für immer entwurzelt,
Manche von ihnen werden niemals mehr den unvergessenen und
sie so betörenden Duft ihrer verlorenen Heimat wieder riechen,

von Soléa P.

Grauer Asphalt mit Rasenrändern
drum rum ein Gebäude in U-Form steht
der erste Schultag war im September
denke an diesen Tag noch äußerst bewegt…

Unser Klassenlehrer war ein Herr Kammer
väterlicher Typ mit Locken…

von Willi Grigor

Ravensburg, 1970

Die Liebe war nicht programmiert,
der Optimismus einstudiert.
Bescheiden war die Reisekasse
und trotzdem fuhr er erster Klasse,
vom Arbeitgeber finanziert.

Es war für ihn ein Neubeginn,…

von Jürgen Wagner

In der Mitte des Waldes:
ein seltsames Haus
Wer dieses erreicht,
den packt schon der Graus

Großmutter wohnt dort,
eine Frau mit viel Macht
mit ihren drei Reitern
Tag, Sonne und Nacht

Sie wohnt an…

von J.W. Waldeck

du jugendliche Unschuld -
weißer Haut und blauer Adern!
erschauert verratend
Herzschlages Grund

freie Fische ziehn
nicht aus dem Meer
tragen blaue Wellen
ewig fort die Wiederkehr

aus kleinen…

von Flora von Bistram

Tanz der Blätter, wildverwegen,
kichernd, knisternd - Glück im Wind.
Müde Füße raschelnd schlurfen,
fühlen sich wie einst als Kind.

Bunte Tage voller Sonne,
letzte Schmetterlinge fliegen
und auf lang vergang‘…

von Annelie Kelch

Die großen Schiffe – damals,
sprengten fast den kleinen Hafen.
Ich hab so manche Nacht vergrübelt, wachgelegen.
So manche Nacht vergaß ich einzuschlafen
und machte mir umsonst das Leben schwer.

Wo kamen all die…

von Johann Wolfgang von Goethe

Herein, o du Guter! du Alter, herein!
Hier unten im Saale, da sind wir allein,
Wir wollen die Pforte verschließen.
Die Mutter, sie betet; der Vater im Hain
Ist gangen, die Wölfe zu schießen.
O sing uns ein Märchen, o…

von J.W. Waldeck

Schwingen der Finsternis
erfüllen das All mit Unwesen
wirbelndes Nichts
flüstert über Waldseen

Schattenkrähen verteidigen
jedes Nest sterbender Waldahnen
wo Christenbauern mähen
sich Leichenkreuze baren…

von J.W. Waldeck

geheimnisvolle Bag-Lady:
die Rosenlippen verkniffen
schmollendes Herz rosiger Bitten
Schicksalsnorne am Schwanenteich
- des Halses Alabasterblüte kätzchenweich -
bleckt ihr schneeweißes Totentuch
und lockt…

von Yvonne Zoll

Ich habe dich so lieb!
- Weiß du wer’s ihr schrieb
Malt ein Herzchen nebenan
Und knickt viel Mal sodann
Steckt im Adventskalender heute
An etwas es erinnern sollte
Hör oh hör im sanften Schlummern
Tiefer…

von Soléa P.

Schwarze Nacht mit langen Schatten
die leeren Straßen regennass
der Kragen vom Trenchcoat weit hochgeschlagen
die Hände versteckt in Taschen.

Man hört nur Schritte vom fremden Mann
in der Dorfkneipe da brennt noch…

von Alfred Mertens

Die Freiheit strahlt besonders hell,
wenn dafür einsteht man ganz schnell.
Und viele haben ungedämpft
für den Erhalt stets hart gekämpft.

Ob Lenin, Castro, Che Guevara
ob Tibet`s "Gott" der Dalai Lhama,
ja…

von Soléa P.

Gedanken schwirren verirrt im Kopf
nichts ist jetzt wie es gerade noch war
und weint wie ein Kind, Wasser und Rotz
das macht ihr Angst, fühlt sich wie ein Narr.

Am Fenster stehend, weiß nicht warum
das Bügeleisen im…

von Willi Grigor

Ob ich mag den Januar?
Ich hab ihn nie gemocht!
In jenem kalten Januar
man um sein Leben focht.

Quer durch Polen auf der Flucht
immer Richtung Westen
haben wir das Heil gesucht -
Angst und Rache…

von J.W. Waldeck

ich schreibe!
wieherte der Reibehengst
der mit dem krummen Huf
im Schlagloch hängt
ganz faul, ein aufgedunsener Gaul
im Schwärmen, unter Fliegen
verstockte Wut im starren Blut
die tote Hintertüren öffnet…

von Johann Wolfgang von Goethe

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind;
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er fasst ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? —
Siehst, Vater, du…

Rezitation:
Angélique Duvier, Schauspielerin,Regisseurin und Autorin, Rezitation: Erlkönig von Johann Wolfgang von Goethe. Musik: Vladyslav Sendecki
von Jürgen Wagner

Du, leg dich nie mit Hexen an,
sonst geht es dir wie jenem Mann,
ein Jäger, den die Frauen jagten
und einen Bannspruch zu ihm sagten

So wurde er zum Fels verwandelt,
der nun als Attraktion gehandelt
Ein Gott…

von J.W. Waldeck

Ascheflocken aus dem Sternenzelt
necken sich im Winterlicht
Piratensegler ihrer Eigenwelt
spielen wie Kinder ohne Übel
vergnügt am Friedhofshügel

Augenglanz von Kohlenglut
so die Mondrose erblüht
im…

von Ingrid Herta Drewing

Der träge Fluss im Nebelhauch,
nur trübes Licht, Novembermorgen,
doch überm Fährhausdach der Rauch
zeigt an, ein Mensch lebt hier geborgen.

Tagaus,tagein scheut er nicht Mühe
und bringt die Wandrer übern Fluss;…

von Jürgen Wagner

Da auf dem Zaun, da stand die Katze,
miaute kläglich in die Welt
Die Frau, die nahm sich ihrer an,
sie selber hatte wenig Geld

Doch nahm sie sie in ihre Schürze
und trug sie mitleidvoll nach Haus
Die Kinder…

von Peter Boensch

Man sagt, es sei tief in der Erde
aus fernem Übermorgen
ein geheimnisvolles Erbe,
ein Kristall verborgen.

Er soll von uns'ren Kindern stammen,
die aus der Zukunft kamen,
um ihre Vorfahren zu mahnen
und…

von Jürgen Wagner

Ein Herr, der hatte einen Diener,
sehr treu ging der die Wege mit
'Bereite heute die Melone,
ich habe darauf Appetit!'

So sagte er, der Diener folgte,
servierte ihm die süße Frucht
'So koste sie!', bat der ihn…

von Flora von Bistram

Weiße Glöckchen läuten leise
viele zarte Melodeien,
Vögel singen ihre Weise,
Schmetterlinge sich befreien,

aus dem nährenden Kokon,
der so lange Schutz gegeben.
Was im Winter flog davon,
zeigt nun emsig…

von Sigrid Hartmann

Ein schauriger Wind
Treibt die Wolken daher
Sie ziehen sich zusammen
Überm tosenden Meer

Schwarz stehn sie dort oben
Geballte Kraft
Die für manches Schiff
Gefahren erschafft

So funkt man vom…

von Mira Leonie Balvert

Eine richtige Gleichberechtigung wär´ schon schön-
doch laut der Männer interessieren wir uns ja ohnehin nur für Make Up und unseren Föhn.
Frauen gehören hinter den Herd,
gehn' nicht zum Fußball, sondern zum Pferd.
Rosa…

von Alf Glocker

Clowns, Artisten und Dompteure,
Elefanten – Tänzerinnen!
Affenpack und Hasardeure,
Musiker und Vögelspinnen -
alles treibt sich drin herum,
die Manege nimmt's nicht krumm!

Schmetterlinge, Kakerlaken -

von Frederico Zapatero

Was da blüht bleibt fast verborgen,
im dunklen Kleid der Nacht versteckt.
Was da glüht scheint fast gestorben,
ehe mich der Vater weckt.

Vor dem Tag und nach der Nacht,
ein Sehnen zieht sich durch die Welt,

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