Der Neunmalkluge...

von Ursula Rischanek
Mitglied

Aus meinen Betrachtungsweis(heit)en

Kluge gibt's auf jeden Fall.
Neunmalkluge überall.
Ganz spezielle will ich meinen
gibt es da... Ich kenne einen,

der mit Plattitüden meist
Meinung machen möchte dreist.
Um sich selbst nicht zu genieren
sollte man ihn ignorieren.

Denn Besagter ist sehr froh,
weil er meint es wäre so,
dass sich zeige seine Stärke
werden kritisiert die Werke

die aus seiner Feder kommen.
Tja, das bleibt ihm unbenommen.
Doch wenn er dann in einem fort
beleidigt Dich mit jedem Wort

vergessend jeder Umgangsform
zeigt sich sein Kleingeist schon enorm.
Ob Neunmalklug ob Siebengscheit,
mit beiden kommt man nicht sehr weit.

Fazit:
Wäre es nicht angemessen,
solche Leute zu vergessen?

Unnütz...

Wenn ein Mensch versucht zu dichten,
über das was ihn bewegt,
möcht' er meist von sich berichten
weil er sehr viel Wert drauf legt,

dass er viel Beachtung findet
noch bevor ins Grab er schwindet.
So versucht der Mensch in Reimen
sehr gewählt sich auszudrücken.

Ist dann mit sich selbst im Reinen,
schwärmt von sich, kommt ins Entzücken,
wenn auf jemanden er stößt,
der ins gleiche Horn noch bläst.

Haben sie sich dann gefunden,
werden es vielleicht auch mehr.
Loben sich ganz unumwunden,
schicken Lob sich hin und her

nach dem Motto: Lobst du mich,
kommt mein Lob sehr gern für Dich.
Das, so hat man oft erfahren
Ist seit Urzeiten der Modus

für das menschliches Gebaren
überall auf diesem Globus.
Ändern wird man es mitnichten...
hilft auch nicht drüber zu dichten.

© Uschi R.
(Text/Bild)

Rechtshinweis:
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich oder durch Copyright geschützt und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden.

Interne Verweise

Kommentare

28. Mai 2020

Da gebe ich dir gerne recht,
ein bisschen Bildung wär nicht schlecht,
speziell für jene die da walten
und sich grad für was Bessres halten!!!!

LG Uschi

26. Mai 2020

Deine Betrachtungsweis(heit)en gefallen mir gut.
Und siehe da, die Katze zeigt auch mal ihre
Krallen. Ich fand es korrekt, dass Du auch mal
Dampf ablässt. Leider gibt es diese Genossen.
Und ich denke, ich weiß ganz genau, welchen
Typus Du hier ansprichst. Nur zu gut kenne ich
ich diese Spezies.

Übrigens: Ist das Konfuzius? Ein wirklich sehr
schönes Bildnis.

Gruß, Gherkin

28. Mai 2020

Ich danke Dir, es ist ein klein wenig bearbeitetes BIldnis einer Statue im Wiener Rathauspark, wer es ist kann ich Dir aus dem Stand grad nicht sagen, jedenfalls nicht Konfuzius - würde mich echt wundern wenn es den nach Wien verschlagen hätte ;-))))
Ja ich holte zum verbalen Return aus - es ward mir gerade danach, bleibt nur zu hoffen, dass Betreffender meine Zeilen auch gelesen hat, ebenso die ebenfalls gleich Mitbetroffenen die sich anscheinend durch wechselseitige 'Lobhudelei' beweihräuchern.

Ich werde mich von dort - schrittweise zurückziehen und mein Hauptaugenmerk auf meine Gedichtegruppen und diese Plattform hier legen - das ist bei weitem niveauvoller und auch sinnvoller sowieso.

Sei herzlichst bedankt lieber Freund!
Mit lieben Gruß aus dem heute ganztägig verregneten Wien!
Uschi

27. Mai 2020

Gut zu schreiben - das ist Kunst!
Manche meinen, daß sie's können...
allermeist steh'n in der Gunst
welche, die am liebsten pennen...

LG Alf

28. Mai 2020

Ach Alf was soll ich Dir dazu nur sagen,
ist's nicht so selbst wenn wir wagen,
nur einmal auch den Marsch zu blasen,
schlägt doch entgegen Dir an Gasen,
doch sehe ich darüber weg,
was schert mich auch der ganze Dr....!

Es war nicht auf dieser Plattform hier sondern andernorts - doch musste meines Erachtens dem einmal Rechnung getragen werden, da sich manche Leute anscheinend für den sprichwörtlichen Nabel der Welt halten!

LG Uschi

29. Mai 2020

Ich stimme Dir voll zu...

Gelegenheit macht Rübe

Ruhig gestellte Faselschreiber
formulieren für den Sumpf
der zurückgeblieb’nen Leiber –
doch sie sparen für den Strumpf!

Das will keine Sau vernaschen!
Langeweile dehnt sich pur!
Ein Extrakt aus leeren Flaschen –
und von Geist ist keine Spur!

Immer nur die gleichen Themen:
„Huch, wie ist das Leben schön?!“
Das ist so nicht ernst zu nehmen –
eher ist es schon obszön!

Sich mit Phrasen hochzujubeln
scheint mir passend für die Zeit:
jeder ist sofort zu doubeln –
dafür ist stets Gelegenheit!

Ist der Inhalt nicht mehr wichtig?
Fremde Federn wie beim Pfau,
sind beim Denken null und nichtig –
davon wird’s dem Dichter mau!

01. Jun 2020

WOW was für ein toller Kommentar lieber Alf, ich danke Dir!!!!

Es war zwar nicht hier in diesem Forum sondern Andernorts, jedoch ist es wirklich wie du ja auch bestätigst, oftmals so, dass nicht die Qualität oder Inhalt des Geschriebenen ausschlaggebend sind, sondern die wechselseitige Belobigungshascherei wenn man es so ausdrücken will. Dem habe ich einmal eingeräumt, kritisch antworten zu wollen.

Mit herzlich lieben Grüßen zu dir und schönen Feiertag!
Uschi