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O pochendes Herz

Bild von Annelie Kelch
Bibliothek

Schlaf –
unter der wandelnden
Lichtgestalt des Mondes …
Mein Herz erwacht
Tag um Tag
mit dem alten Schmerz.

O Schlaf, der nicht heilen will ...
O Mond – sanfter Hirte der
nächtlichen Sterne.

Sonne der Kindheit:
Am frühen Morgen
kam sie über den Deich
gestiegen – mich zu befreien
aus dem Grab, das die flüchtigen
Schatten meiner ersten
Erinnerung löschte.

O liebes Grab, das das Lied des
Friedens sang; Grab ...
darin mir das Aug grünte.

Pochendes Herz –
rötest die Wangen mir,
lässt erstrahlen mein Aug
und tünchst mir die Lippen.

O Herz, nicht klug genug, um
zu vergessen.
O Lippe, die Wahres spricht
oder schweigt.

Liebe –
ein süßer Verlust:
Ich hab mich verloren
an dich, weil ich nichts
gewinnen wollte.

O Liebe …
Der Himmel neigt sich
zur Erde herab.

O Schlaf
O Sonne
O pochendes Herz

O Liebe ...

Foto: pixabay, copyright: Annelie Kelch

Interne Verweise

Kommentare

22. Jan 2018

Dies Gedicht ist ein GEWINN!
Poetisch macht es schönen Sinn ...

LG Axel

22. Jan 2018

Dein Kommentar bereitet keinen Verdruss:
Fein streichelt er die Seele und mindert den Frust.

LG Annelie