Sans titre

Bild von Robert Staege
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Es ist so seltsam,
so seltsam still,
fast ganz lautlos,
wie mit Steinen beschwert.
Kein Vogel, nichts
fliegt durch das Tiefblau.
Dort am Walde
hängen tiefe Wolken
wie schmutzige Kissen.
Schwacher Nebel
legt sich über das Tal
wie verstaubte Spinnweben,
so seltsam,
so seltsam still,
ganz lautlos,
wie mit Steinen beschwert.
Der Mond schimmert fahl,
wie durch schlammiges Wasser,
und die Sterne sind unsichtbar,
wie gestohlen oder verdorrt.
Ganz seltsam,
ganz seltsam leise,
wie mit Steinen beschwert
dringt ein Ton heran.
Hör‘ nur!
Von ferne klingt es
wie ein Totenglöcklein,
so seltsam,
so seltsam schrill
wie mit Steinen beschwert.
Wer da wohl Abschied nimmt ...?

Geschrieben am 22. Juli 2020.

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