Fingerspitzengefühle

von marie mehrfeld
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nur die Fingerspitzen, die sich zärtlich
berührten, wenn sich tagsmüde Glieder
liebend wärmten zur Nacht, in der Stille
unausgesprochenen summenden Seins,

die Unwiederbringlichkeit deines Blicks,
deiner Augen, und dein Mund ohne Wort
im Schwebenden zweisamer Einsamkeit
unaufhaltsamen Steigens und Stürzens,

meine Zehen gekrümmt, auch dein Schrei
sacht verhallt im Echo der geflohenen Zeit,
gefangen in der Illusion des ewigen Flugs,
und das Einatmen, das Ausatmen im Takt,

für einen Moment der gemeinsamen Lust
waren unsere Leben dem Tod entronnen,
so nahe waren wir uns, so nahe, so nah,
war ich bei dir zu Haus, und auch bei mir

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Kommentare

22. Aug 2019

So inniglich und gleichsam behutsam zärtlich klingen Deine Worte; ein besonderes Liebesgedicht, dass beinah Unsagbares des Gefühlten auszusagen vermag. " nur die Fingespitzen" berühren so, meint mit herzlichem Gruß zu Dir, liebe Marie, Ingeborg

25. Aug 2019

Wie feinfühlig Du es wieder formuliert hast auf Dir eigene zugewandte Weise, dafür danke ich Dir und grüße Dich sehr herzlich zurück, liebe Ingeborg …

Marie

24. Aug 2019

Sich eins sein, zu zweit, die Nähe des anderen fühlen, die Hände, die sich halten, wärmen auch.

Herzliche Grüße zu dir Marie
Soléa

24. Aug 2019

Stürzen und Steigen,
wiederholend als Reigen...

Dein Dichten hat Klasse!
LG Uwe

25. Aug 2019

Dein uwiges Kompliment zum Wochenend’ habe ich jetzt erst gelesen, ist mir ein Vergnügen gewesen …

HG Marie

25. Aug 2019

Fühlend im fliegenden Fall aufgefangen
unaufhaltsam tief ein und durchgedrungen!
LG Yvonne