Gedanken zum vierten Advent ...

Bild von Annelie Kelch
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Mit zärtlichen Gedanken tragen sich
die dunklen stummen Wälder:
Ein selbstvergess'nes, tiefes Schweigen
Im Schnee, so will 's der Jahresreigen.
So liebt es auch der Wind, der seine
Psalme über weiße Felder tragen will …
Was gestern Sorge war, schweigt still.

Weil's kalt und still sein wird bei dir zum Fest:
Ein jammervolles, schauerliches Schweigen,
O Fremde, Fremder, wär ich gern bei dir ...
Von Liebe durch und durch getränkt: So will 's
Der feierliche Jahresreigen, so liebt es auch
Der Gott der kleinen Dinge: Ein Weihnachtsfest,
Das Menschen glücklich macht und gut gelinge.

Digitale Zeichnung nach meiner Skizze und digital veredelt; Copyright: anne li
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Kommentare

23. Dez 2018

Dein sehr gutes Gedicht mit, wie gewohnt und geschätzt, besonderer Anne-Li Wortwahl und kreativer Bildgestaltung - stimmt mich nachdenklich, so dass ich mit Dir wünsche, singe - EIN WEIHNACHTSFEST, DAS MENSCHEN GLÜCKLICH MACHT UND GUT GELINGE ...

liebe Grüße zu Dir - Marie

23. Dez 2018

Danke, liebe Marie, für Deine wohlwollenden, lieben Worte. Es braucht nicht viel, um an Weihnachten zufrieden zu sein; ich bin schon froh, dass wir uns in Deutschland nicht im Krieg befinden und hier Demokratie und Freiheit herrschen, selbst dann, wenn viele Menschen diese Kostbarkeiten nicht zu schätzen wissen. Auch bin ich froh, wenn Menschen glücklich sind; denn mit solchen Menschen kommt man am besten aus. Viele werden sich an diesen Feiertagen einfach nur ausruhen wollen, aber es wird auch Menschen geben, die noch unglücklicher sein werden, als sie es ohnehin schon sind. Da hilft schon, die Hand zu halten und einfach nur zu schweigen und/oder zuzuhören.

Liebe Grüße zu Dir,
Annelie

23. Dez 2018

Bild und Gedicht sind zart und fein -
Das Große macht gern Menschen klein ...

LG Axel

23. Dez 2018

Danke, lieber Axel. Und - mir ist gar nicht kalt, obwohl die hier die Heizung und wieder das heiße Wasser abgestellt haben. Ich habe eine halbe Stunde Yoga gemacht, mir ist ganz warm zumut und gleich trinke ich Tee, und in den nächsten Tagen habe ich einen Termin bei meinem Anwalt. Es reicht heute anscheinend nicht mehr aus, wenn man Miete und Betriebskosten bezahlt, aber ich rege mich darüber überhaupt nicht mehr auf; denn ich bin ein glücklicher, zufriedener Mensch.

LG Annelie

23. Dez 2018

Scheint ein neuer kapitalistischer Adventsbrauch zu sein:
Ohne Heizung und Warmwasser stellt sich Krippen-Feeling ein ...
(Schön, dass Du Dich nicht ärgern lässt -
Mach Dir selbst [D]ein schönes Fest!)

LG Axel

23. Dez 2018

Danke, Axel. Zwischenzeitlich hat die Diktatur des Proletariats (wahrscheinlich Beauftragte der Hausverwaltung, die auch in meiner Wohnung herumschnüffeln und definitiv Sachen, Bilder etc. umstellen; das weiß ich deshalb so genau, weil ich mir einige Dinge explizit notiere und nachprüfe) die Heizung wieder angestellt, die ich meinerseits bereits ausgestellt habe, weil ich feststellen musste, dass die Heizkosten hier weitaus höher als in Hamburg sind und nicht separat, sondern als Umlage abgerechnet werden. Wenn man ein bis zwei Stunden ein wenig heizt, ist die Wohnung warm. Ich werde das alles mit dem Anwalt besprechen. Das geht so nicht weiter. Ich möchte von diesen Menschen, die mich in keinster Weise interessieren, weil sie ganz unangenehm aufdringlich, frech und dummdreist sind, nicht mehr belästigt werden. Ich habe diesen aufdringlichen Menschen nie auch nur die kleinste Aufmerksamkeit geschenkt. Ehrlich gesagt, sind mir aufdringliche Menschen (Männer wie Frauen) sehr unangenehm. Ich kenne ein solches Verhalten aus keinem Mietshaus. Ich werde das alles mit meinem Anwalt besprechen. Möglicherweise lasse ich mir für die Restzeit hier eine Videokamera einbauen. Vielleicht stellt mein Anwalt auch Strafanzeige. Die schrecken hier vor nichts zurück - und sind anscheinend sehr schwer von Begriff. Ich mache mir ein schönes Fest, ganz gewiss. Bin in den letzten Wochen zu wenig zum Lesen und Spazierengehen gekommen. Vielleicht kann ich das ein wenig nachholen. Auch Dir wünsche ich frohe, besinnliche Festtage und dass Du Dich ein wenig ausruhen kannst vom Alltag.

LG Annelie

23. Dez 2018

Liebe Annelie,
Gedichte zu Weihnacht offenbaren wohl noch stärker
unser Wesen.
alles Liebe und Gute
ulli

23. Dez 2018

Danke, lieber Ulli, schön, mal wieder von Dir hören. Und dann noch dieses jugendlich verwegene Foto ...! - Wenn ich nicht verliebt wäre bzw. liebte, würde ich mich auf der Stelle in Dich verlieben. - Was offenbart mein Gedicht? Ich hab eigentlich nur meine Gedanken aufgeschrieben ... Und dass ich eigentlich jemanden hätte einladen können, die/der Weihnachten nicht allein sein möchte und ihm/ihr ein Festmahl hätte zubereiten können. Ich gebe zu, ich habe mich nicht darum gekümmert, kümmern können; aber nächstes Jahr, wenn ich von hier fort bin ... dann geht die Post ab.

Auch Dir alles Liebe und Gute und ein schönes Weihnachtsfest,
Annelie

23. Dez 2018

Im besonderen Puls schwingt Dein wunderschönes Gedicht, liebe Annelie; innig berührend, Hoffnung verbreitend. " Was gestern Sorge war, schweigt still"- ja, darauf sich einlassen zum Weihnachtsfest, auf eines, dass Menschen glücklich macht... wohltuende Zeilen hast Du hier verfasst. LG Ingeborg

23. Dez 2018

Danke, liebe Ingeborg, in der schönen Weihnachtszeit kommt es oft zu Stress in den Familien. Weshalb? Ich glaube, weil man sich einfach zu viel vornimmt. Das kann man gar nicht alles schaffen, was manche Frauen und Männer zum Fest auf ihre Schultern laden. Ich freue mich sehr, dass Du meine Gedanken nachvollziehen konntest und kann mich erinnern: Früher ging alles ruhiger und besonnener zu: Aber jeder hatte einen wunderschönen großen "bunten Teller", es gab jeden Weihnachten ein richtig gutes Festmahl, und die Vorbereitungen verliefen fast immer still und im feierlichen Frieden. Ja, und die Sorgen schwiegen tatsächlich für eine Weile.

Dir, liebe Ingeborg, wünsche ich ein wunderschönes Weihnachtsfest. Alles soll so werden, wie Du es Dir gewünscht hast. Du hast es verdient, da bin ich mir ganz sicher.

Ganz herzliche Grüße zu Dir,
Annelie