Alles mit Abstand

von marie mehrfeld
Mitglied

Kleinmut. Unmut.
Machen ihn einsam.
Wütend und stumm.
Kalt und krank.

Nun bitteres Denken
verbannen, vergessen.
Wieder leben wollen.
Noch einmal zugeneigt
fühlen. Dürfen. Können.
Ohne sie. Ist alles nichts.

Komm. Bitte.
Zurück. Verzeih.
Ich Dir auch.
Denkt, hofft er.
Noch einmal.
Miteinander.
Füreinander.

Zu spät? Gibt es nicht.
Der ewigen Spirale?
Wird er entkommen.
Sie hilft ihm dabei.
So wie er ihr.
Des ist er gewiss.

Vielleicht aus der
Astronautensicht?
Alles mit Abstand?
Von oben betrachten?

Dann ist es klein - neu - schön - jung?

In der größten Sandwüste der Erde Rub al-Khali können Menschen nicht leben. Von oben aus betrachtet sieht sie dennoch wunderschön aus. Diese Wüste bedeckt das südliche Drittel der Arabischen Halbinsel. Ähnlich wie die Sahara ist sie durch Passatwinde bedingt und besteht weitestgehend aus Sanddünen, die bis zu 300 Meter hoch sein können. Sie erstrecken sich über eine Fläche von über 500.000 km². Viele der auf der arabischen Halbinsel entstehenden Wadis (Trockenflüsse) versickern in der trockenen Rub al-Chali. (Quelle: Wikipedia)

Foto: Die größte Sandwüste der Erde Rub al-Khali von oben.

Interne Verweise

Kommentare

26. Jun 2017

Oft ist die Wüste öd und ein gefährlich Unterfangen;
doch dein Gedicht ist lieb und wunderschön -
Man hat sogleich nach "me(e)hr" Verlangen.

Vielen Dank, Marie, für dein Gedicht, die interessanten Informationen
und das beeindruckende Foto,

Liebe Grüße,
Annelie

26. Jun 2017

Ich danke, dir, Annelie. Mit Abstand betrachtet sieht fast alles anders und oft besser aus.
Liebe Grüße in den schönen Sommertag, der in Lübeck sicher nicht so schwül ist wie in Frankfurt.
Marie

26. Jun 2017

So kann Abstand mit 'geklärter Sicht' das Zulassen 'neuer Nähe' hervorbringen. Übrigens ist das Bild der Wüste beinahe mystisch, als hätte ein kosmischer Künstler gewirkt. Möge sich Dein schönes Gedicht in Wirklichkeit verwandeln, Marie.

LG Monika

26. Jun 2017

Danke, Monika. Das aus dem Raumschiff geschossene Wüstenbild könnte ich mir an die Wand hängen, du hast recht, es hat "fast etwas Mystisches".

Liebe Grüße, Marie

Detmar Roberts
26. Jun 2017

Recht hat „ER“. Werde mir ein Beispiel an IHM nehmen. Dazu passen im übertragenen Sinn die letzten Sätze des Spiegelgesprächs (Ausgabe Nr. 26 vom 22.6. 2017) mit Peter Sloterdijk: „Wenn er in größeren Zeiträumen denkt, überkommt den Zeitgenossen eine gewisse Gelassenheit.“
Liebe Grüße – D.R.

26. Jun 2017

Danke, Detmar. Ich weiß wovon du schreibst, habe den Artikel zweimal gelesen, um ihn in etwa zu verstehen.
Liebe Grüße, Marie