Was du für den Gipfel hältst, ist nur eine Stufe (Seneca)

von marie mehrfeld
Mitglied

WAS auch immer du hoffst und planst, stets bist
DU bemüht, dein Leben gelassen zu meistern.
FÜR dich zählt, dein Wesen zu stärken und zugleich
DEN Nächsten mit offenem Herz zu begegnen.
GIPFEL willst du erstürmen mit wildem Mut, dabei
HÄLTST du die Hand des Freundes fest, denn es
IST seine Liebe, die dich durch dein Leben trägt.
NUR der Aufbruch verleiht deinem Dasein Sinn.
EINE stetige Gratwanderung ist dieser Pilgerpfad.
STUFE um Stufe begreifst du – der Weg ist auch Ziel.

Lucius Annaeus Seneca (genannt Seneca der Jüngere) wurde etwa im Jahre 1 n. Chr. in Corduba geboren und starb 65 in der Nähe Roms. Er war ein römischer Philosoph, Naturforscher, Dramatiker und Politiker. Seneca gilt als Vordenker der Weisheit und war als Stoiker einer der meistgelesenen Schriftsteller seiner Zeit. Obwohl er zu den reichsten und mächtigsten Männern seiner Zeit gehörte, riet er in seinen philosophischen Schriften zu Verzicht und Mäßigung. Vom Jahr 49 an war er der Erzieher und Berater des späteren Kaisers Nero. Mit seiner Denkschrift darüber, warum es weise sei, als Herrscher Milde walten zu lassen, bereitete er seinen Zögling auf seine künftigen Aufgaben als Herrscher vor.

Seneca - Doppelherme Antikensammlung Berlin (Quelle: Wikipedia)

Interne Verweise

Kommentare

13. Sep 2017

Hallo Marie,
ein gelungener Text und weise Gedanken, das sollten sich viele Menschen begreiflich machen. Niemand kennt alle Etappen unseres Lebens und die gilt es zu entdecken und zu bestreiten bis wir unser Ziel erreicht haben, das für jeden ein anderes zu sein scheint.

LG Luise

13. Sep 2017

Danke, Luise, bedenkenswert ist auch, dass Seneca diese zeitlos weisen Gedanken schon vor 2000 Jahren geäußert hat.

Liebe Grüße - Marie

13. Sep 2017

Auch jene Stufen sind stark relativ:
Fein poliert - dann klein und schief ...

LG Axel

13. Sep 2017

Danke, Axel!
Man irrt sich und stolpert, so ist es eben,
doch unsere Fehler, sie würzen das Leben ..

LG - Marie

13. Sep 2017

Sorge dich nicht, lebe! Und zwar glücklich und zufrieden. Anweisungen um ein glückliches Leben zu führen.
Einer der grossen Vertreter der Stoa.

Sehr schön. Grüsse

Jürgen

13. Sep 2017

Mich beeindruckt besonders die auf das Ganzheitliche ausgerichtete Betrachtungsweise der Stoiker. Mit Selbstbeherrschung und Gelassenheit lernen, sein Los zu akzeptieren, das hat auch heute noch besondere Gültigkeit. Danke, Jürgen.

LG - Marie

Detmar Roberts
13. Sep 2017

Kompliment, Marie. These, Form und Inhalt stimmen überein.
Grüße - D.R.

13. Sep 2017

Verzicht und Mäßigung, liebe Marie, gefällt mir fast noch am besten. Und wenn ich mir dann vorstelle, in welchem Maße u.a. die Beiträge für die Krankenkassen sinken würden ...

Liebe Grüße,
Annelie

13. Sep 2017

Guten Abend, Annelie, die Vorgabe des Zitats des Stoikers Seneca für ein Akrostichon war eine Herausforderung, der ich mich gerne gestellt habe. Mir scheint sein Sinnspruch gut in die heutige Zeit zu passen. Verzicht und Mäßigung? Unbedingt in dieser vom Konsum gesteuerten Wegwerfgesellschaft! Vor allem, das Leben gelassen meistern … Das sind Forderungen, denen ich mich selbst versuche zu stellen. Über meine Krankenkassenbeiträge ärgere ich mich nicht, ich kann sie mir leisten. Und ich weiß, dass es mir, dass es uns hier in Deutschland gut geht wie nie zuvor; die Dankbarkeit gehört für mich deshalb auch zur „Stärkung des eigenen Wesens“.

Liebe Grüße - Marie

13. Sep 2017

Liebe Marie, danke für deine Rückmeldung. Ich kann mir meinen Krankenkassenbeitrag auch leisten, meine aber, dass es Menschen gibt, zum Beispiel, Selbständige, für die er unangemessen hoch ist. Ich gehe höchstens ein- bis zweimal zum Arzt im Jahr - meist wegen Kleinigkeiten - und finde es ungerecht, dass ich, obwohl ich weder rauche noch Alkohol trinke noch fresse und auch sonst - außer Lesen - kein Laster habe - einen dafür unangemessen hohen Beitrag zahlen muss. Ich war vor Jahren einmal selbständig und habe fast 500 Euro an die Krankenkasse im Monat zahlen müssen, nicht privat, wohlbemerkt. Das ist unangemessen und nur deshalb, weil Verzichtung und Mäßigung für viele Fremdwörter sind. Gut, man kann trotzdem krank werden, aber dann hat man wenigstens keine Schuld daran und die Krankheit nicht herausgefordert. Und ganz ehrlich gesagt: So sehr kann ich mich nicht darüber freuen, dass es "uns Deutschen" gut geht, angesichts Millionen von Kindern, die elternlos in der Welt umherirren. Das ist ein Skandal sondergleichen. Ich muss sehr oft daran denken.

Liebe Grüße,
Annelie

13. Sep 2017

Jedoch hatte dieser Mensch im Altertum auch eine dunkle Seite.
auf die ich hier nicht eingehen möchte ! Man denke nur an die Pisonische
Verschwörung, die in der von Kaiser Nero angeordneten Selbsttötung
endete. Makaber, makaber, einer der Nero erzogen hatte !!!
Ideen waren gut, aber die Umsetzung litt unter Mitdenken !
Trotzdem starker Text mit Aussagekraft.
LG Volker

13. Sep 2017

Danke, Volker. Der Arme hatte tatsächlich ein grausames Ende, ich habe nachgelesen. Man pickt sich überall die Rosinen raus, und die mutieren dann zu Sprichwörtern ... die es in sich haben. Sicher hatte Seneca sehr dunkle Seiten - er war trotzdem ein weiser Philosoph. Gute Ideen, aber es hapert mit der Umsetzung? Das hat sich in den folgenden zwei Jahrtausenden oft genug wiederholt, passiert heute noch.
Liebe Grüße - Marie

14. Sep 2017

Das Leben lernt und treibt voran
man es irgendwann (vielleicht) verstehen kann...

Liebe Marie, mein Computer ist wie ich abends "müde" (seit 2 Tagen schlechtes Netz)
dafür morgens blitzschnell, aber ich dafür mit wenig Zeit :-((

Ich wünsche dir einen sonnigen Tag, auch bei Regen
und liebe Grüße
Soléa

14. Sep 2017

Liebe Soléa, danke. Über abendlich müde Computer kann ich nicht klagen, dafür bin ich abends müde ...
Einen sonnigen Tag bei eindeutig schlechtem Wetter wünsche ich dir zurück -

Liebe Grüße - Marie

Neuen Kommentar schreiben