Wir hoffen auf ein Reich der Güte

von Willi Grigor
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Gegangen ist der Zug der Stare,
versprochen seine Wiederkehr.
Zerronnen ist das Gros der Jahre,
gefangen in der Zeiten Meer.

Der Herbst zeigt seine klaren Spuren,
in jedem Jahr man es erkennt:
Im Leben laufen alle Uhren
auf i h n hinaus, man Tod ihn nennt.

Wir warten auf das Absehbare,
den Abschied ohne Wiederkehr.
Wir glauben an das Wunderbare,
das off'ne Tor, das "Bitte sehr".

Wir hoffen auf ein Reich der Güte,
das uns in seine Arme nimmt,
auf die erträumte Frühlingsblüte
für eine Ewigkeit bestimmt.

© Willi Grigor, 2017
Aus dem Leben

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Kommentare

31. Mär 2017

Das Gedicht gefällt mir ganz ausgezeichnet, lieber Willi. Ja, wenn man so schöne Hoffnungen hegt, wie du sie beschrieben hast, soll und kann man ruhig und getrost auf den Abschied warten.

LG Annelie

01. Apr 2017

Danke für den freundlichen Kommentar, Annelie.
Ich wünsche dir ein gutes Wochenende.

LG
Willi