Gespensterstrafe

Bild von noé
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Taubenblau, das Licht im Fenster …
Nach der Nacht voller Gespenster
und dem Alb, der heftig drückte,
Rettung, die der Himmel schickte.

Winternächten fehlt das Licht.
Die Gespenster stört das nicht –
obwohl der Mensch recht friedlich schlief,
wurden sie extrem aktiv.

An Schlaf war nun nicht mehr zu denken,
Gedanken ließen sich nicht lenken,
Gespenster nutzten seine Lage,
entpuppten sich als echte Plage.

Gespenster saßen zu Gericht
über den geplagten Wicht,
zum Schluss setzten sie voller Lust
den fetten Alb ihm auf die Brust.

Das Morgenlicht hat sie vertrieben;
doch da er nächtens wach geblieben,
hat er den halben Tag verschlafen.
Gespenster können doppelt strafen …

© noé/2020

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Kommentare

19. Dez 2020

Gespenster habens manchmal gut,
trotzdem sind sie `ne Schlingelbrut...

20. Dez 2020

Großartig formuliertes Gedicht und sehr gespenstisch auf mich wirkend.
HG Olaf