Wenn Leidenschaft uns Leiden schafft...

Bild von Ursula Rischanek
Bibliothek, Mitglied

Unendlich groß die Traurigkeit,
unsagbar fast mein Schmerz,
was ist das bloß, was ist gescheh’n,
gebrochen scheint mein Herz.

Ich ließ es zu, ließ es geschehen,
hab mich geöffnet weit,
nun ist's passiert, wie weh das tut,
nichts ändert da die Zeit.

So wie es uns ergangen schien,
ein Gleichklang unser Herzen,
Gefühle nun gefangen sind,
verirrt, gequält, voll Schmerzen.

Und selbst, wenn ich als Spottfigur,
für alle Welt erscheine,
„Ihnen“ machtlos ausgeliefert bin,
sieht niemand wenn ich weine.

Und wenn es noch einmal passiert,
ich würd’ es neu riskieren,
ich ließ „ein“ Herz ganz nah zu mir,
was kann da schon passieren?

Nun bin ich still,
klar der Verstand,
verstehe nun,
was uns verband.

Und keine Macht auf dieser Welt,
kann mir Gedanken nehmen,
für ein Gefühl, das uns befällt,
(WENN LEIDENSCHAFT UNS LEIDEN SCHAFFT)
braucht niemand sich zu schämen!

© Uschi R.
(Text/Bild)

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Kommentare

20. Jan 2021

Denn der VERStand, er sieht wohl klar -
Doch immer erst, nachdem was war ...

LG Axel

20. Jan 2021

Und doch - je klarer der Verstand,
verstand auch zu bewahren
was mitunter so verband
und sei dies auch nach Jahren....

LG Uschi

20. Jan 2021

schmerz und trauer
die geteilt in worten
auch in anderen
sich verorten
und es fühlen beide
sich verstanden -
der, der schmerz
und trauer kennt
und das herz
das brennt.

20. Jan 2021

....mal himmelhoch jauchzend,
mal zu Tode betrübt,
wie das Leben halt
manchesmal spielt ,
auf der Klaviiatur
der Emotion!

20. Jan 2021

So ist es.

21. Jan 2021

"Ich würd es neu riskieren" - das macht Hoffnung,
das ist auch genau die Kraft, die uns alle antreibt.

Vielen Dank für ein großartiges Poem voller
Ausdrucksstärke und Kraft. Grüße kommen

von Gherkin

21. Jan 2021

Lieber Gerd,

...wem es denn wirklich widerfahren
und dies vielleicht nach vielen Jahren,
dass wahre Liebe er erlebt -
umsonst hätt' man dann nicht gelebt...

Sie zu bewahren ist mir Pflicht
und sicher nicht nur im Gedicht -
so schreib ich auf, wie ichs halt kann,
wies mir ergangen, ab und an...

Wenn dies geschätzt, es ist mir Freud,
dann meine Zeilen nicht gereut,
so sag Dir Dank, gereimter Gruß,
Dir lieber Freund, ward mir Genuss! ;-))

Es fließt derzeit lieber Gerd und wenn ich reimend kommentiere,
so mache ich dies aus vollem Herzen bei den Menschen die mir lieb
und von mir wertgeschätzt werden so meine Zeit es mir ermöglicht.
Morgen werde ich an den Augen operiert und falle vermutlich für
einige Zeit hier aus - mit geschärftem Blick, komme ich jedoch wieder, versprochen!!!

Herzlichen Dank mit lieben Grüßen zu Dir!
Uschi

21. Jan 2021

Bei aller Leiden schaff(t) erei,
letztendlich geht auch sie vorbei.

Sei lieb gegrüßt, liebe Uschi
Soléa

21. Jan 2021

Dies kann aber muss nicht sein liebe Soléa ;-)) die Hoffnung stirbt zuletzt!

Liebe Grüße auch zu dir
Uschi

21. Jan 2021

...ich litt sehr viel an Leidenschaft -
sie raubte mir die letzte Kraft!

LG Alf

21. Jan 2021

...so überlege bitte schnell
und zwar sogleich hier auf der Stell',
wenn nicht die Leidenschaft die dir geraubt,
die Kraft vielleicht auf die vertraut,

so gehe in dich, denke nach,
es wäre besser wohl gemach,
doch zu vertrauen auf die Liebe,
sie ist es wert, dass sie uns bliebe!

In diesem Sinne lieber Alf, merci vielmals ;-))
LG Uschi

21. Jan 2021

...entkommen kann man ihr nicht, auch das Wissen um ihr " Leiden " schaffen ( können) hält nicht ab. So ist das mit den Gefühlen; was sich auch n Deinem "... ich würd es neu
riskieren " so trefflich ausdrückt.
HG, liebe Uschi, zu Dir von Ingeborg

21. Jan 2021

Wer will ihr denn auch nur entkommen,
wenn in der Brust Gefühle glommen ( ;-))) - reimbedingt)
wenn Amor auf mich zielen will -
so bleib ich steh'n und halte still!

Herzlichen Dank liebe Ingeborg, wie schön wenn es gefiel!
Mit lieben Grüßen auch zu Dir,
Uschi

21. Jan 2021

hallo Ursula, durch nichts spürt man so sehr, dass man ist, als durch die Leidenschaft. Ein gutes Gedicht.
LG
Ekki

21. Jan 2021

Ich danke Dir lieber Ekki - dem ist wohl so!

LG Uschi