Blick in die Traumwelt

Bild von mimo
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Ich träumte von einer Weide, auf der ein Stier weidete.

Der Traum begann, in dem ich Angst fühlte.
Das Gefühl verdichtet sich zu einem angstbesetzten Geschehen. Es formen sich Bilder und Eindrücke, die sich in einer Geschichte, ja zu einem dramatischen Ablauf verdichtete.
Ich empfand Bilder, zunächst von einer Weide, die eher in grauem, düsteren Dunst lag.
Bilder grau in grau mit wenig Grün.
Aus dem Dunkel des Hintergrundes dieses Areals bildete sich das Abbild eines Tieres.
Im Verlauf des Traumgeschehens erwuchs aus dem Abbild ein Stier.
Es wurde ein sehr großes Tier, das gesund und stark den Hang der Weide herauf kam.
Sein Lauf wurde ein trampelndes, stampfendes Drohen.
Der Stier senkte den Kopf und rannte genau in meine Richtung.
Den Kopf gesenkt, die Hörner schwenkend, brüllte er ein dumpfes, lautes, drohendes Grollen.
Je näher er kam, desto furchterregender und bedrohlicher erlebte ich ihn.
Schweißgebadet, wie gelähmt, zitternd in meiner Angst erstarrt fiel ich zu Boden und erwartete den todbringenden Angriff.
Herzrasen, mit ersticktem Schrei in der Kehle lag ich am Boden: hilflos, in Todesangst unfähig, irgendetwas zu unternehmen.
Schweißnass lag ich erwachend in meinem Bett.
Immer wieder träumte ich diese Angst, dieses mich bedrohende Traumerlebnis.
In einem Traum fasste ich mir allen Mut zusammen und stellte mich dem Stier der Angst.
Ich streckte meine Arme vor, packte den Stier bei den Hörnern. Er war sehr stark.
Ich schwitze Blut aus allen Poren.
Mein Griff lockerte sich nicht, ich stöhnte vor Anstrengung und lockerte meinen Griff nicht.
Ich bog seinen Kopf herum nach oben, sodass er in den Himmel schaute.
Um mich herum wurde es hell.
Im letzten Rück stieß ich einen Schrei aus, drehte seinen Kopf herum und hörte ein lautes, knackendes Geräusch.
Der Stier sackte zusammen, alles Leben war ihm gewichen.
Ich hatte dem Stier das Genick gebrochen.
Der Alptraum endete hier, ich habe nie wieder einen Alptraum geträumt, war aber sehr froh darüber, dass ich nun frei war.

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