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Am Anfang war der Hund

Bild von dichterausPolen1
Bibliothek

Irgendjemand weiser sagte einst: Am Anfang war das Wort. Auf mich trifft jedoch das zu: Am Anfang war der Hund. Dieser Anfang ereignete sich vor acht Jahren, als der Liebling-Hund noch einjährig war, nachdem wir ihn adoptiert hatten. Mit der Adoption fing das Neue Leben bei meiner Familie und dem Jagdhund, Misch-Cockerspaniel, namens: Kumpan, an. Solcher Anfang betraf Sphären: Essen, Spaziergänge sowie das Zuhause-Sein an (ein Gerüst meiner Kurzprosa. In dieser Kurzform gibt es auch subjektive Gefühle sowie objektive Einzelheiten und ein Gleichgewicht zwischen ihnen, weil zu viel Subjektives zu Poetisierung der Prosa führen könnte, und zu viel Objektives zur totalen Starrheit führen würde). also alles, was in einem Hundsleben von Belang blieb und bliebt. Und dieser Anfang, der sich in dem Familienleben vollzog, kann ich einen sekundären Anfang benennen, im Gegensatz zu dem primären Anfang, wegen des Hundes Uranfang genannt, was der Tag der Adoption und eine Weile danach, nämlich ersten Tag zu Hause bei uns, umfasste. Ich und mein Vater adoptierten den Hund einfach. Vorher hatten wir ihn im Internet gefunden. Wir mussten 200 km nach Warschau fahren, um dies zu tun. Der Spaniel bekam während der Adoption von uns zwei Stücke Fleischküchel, damit er uns mehr vertraute. Wir holten den Hund nach Hause, nachdem wir einen Adoptionsvertrag mit einer vorherigen Eigentümerin des Hundes Kumpan unterzeichnet hatten. Wir verpflichteten uns hiermit den Hund zu betreuen, zu pflegen und für ihn zu sorgen. So begann eine Verantwortung. Es ist darüber hinaus anzumerken, dass wir 1 Zloty symbolisch für den Hund zahlten, damit er sich gut erziehen ließ. Während der Heimatfahrt mit unserem Auto saß der Hund auf meinen Knien. Am ersten Tag bei uns ging der Hund durch die Wohnung unruhig umher und schief bei meinem Bett am Fußboden ein. Das war der zärtlicher Anfang unseres Abenteuers mit Kumpan.
Dann gehen wir zum Essen der Hundes über. Er ernährte sich seit Anbeginn sehr gut und ausgewogen sowie gesund. Der Hund mochte am besten warme Hühnerlebern, die wir ihm in einem Supermarkt kauften. Manchmal führten sie zur Hundsvöllerei. Die Vorbereitung der Lebern zum Fraß gehörte zur Mutteraufgabe, was sie mit Vorliebe tat. Er liebte doch Zahnkauen massenweise essen, als wäre er davon süchtig. Manchmal aß der Hund Knochen und Konserven (Dosen) zum Essen. Der Hund war wegen des Essens dankbar. Manchmal leckte er danach uns an. Mitunter bettelte er um mehr Essen. Kumpan wählte meinen Vater als das beste und größte Herrchen und war immer und ist ihm zuvörderst treu. Besonders einen Schmaus hatte der Hund nach unserem Mittagsessen an Sonntags, nachdem wir Koteletts gegessen hatten. Kumpan erhielt Stücke damit, einen Wolfsappetit habend.
Mit der Adoption begannen drei Mal pro Tag (heute zwei Mal, morgens und abends) Spaziergänge. Erstens fanden sie in einem Wald statt, wo er sich so verhielt, als ob er gemäß seiner Jägernatur etwas aufstöbern würde) dann nach unserem Umzug an einen anderen Ort, in der Stadt. Bei den Spaziergängen mit unserem Hundsfreund spürten wir Spaß sowie hatten wir Lust auf die Natur, obwohl der Hund manchmal eine Leine stark zog.
Mit dem Hund begann ein echtes Idyll zu Hause bei uns. Der Hund war und ist unser Liebling, Freund, mein persönlicher Wächter, als wäre er ein gutmütiger Engel. Kumpan mag und mochte im Bett mit den Eltern schlafen und sich auf Kissen erholen. Manchmal erspähte er den Vater am Fenster, wenn dieser außer Haus war. Der Hund hatte eine Hierarchie der Personen in sich. Am liebsten ehrte er meinen Vater, dann mich und am Ende meine Mutter, die er vor allem mit Geben von den Hundssnacks assoziierte. Kumpan, ein schwarzer Mischhund mit einer weißen Krawatte, folgte immer meinem Papa zu Hause, es sei denn, ich oder die Mutter waren alleine in dem Gebäude und der Hund saß und lag mir oder ihr bei Fuß. Jedoch war der Hund unfreundlich zu anderen Tieren, wie einem Gasthund meines Bruders, Malteser Listek, der bei uns eine Woche verweilte. Kumpan war eifersüchtig. Der Hund befreundete sich mit zwei Katzen, die wir draußen hielten und sie fütterten. Wir gehen davon aus, dass die flinken Katzen ihm das Rollen am Boden beibrachten. Manchmal klaute der Hund manches Essen für die Katzen bestimmt. Fast immer aß und immer isst Kumpan das Frühstück mit den Eltern, wenn ich noch schlief. Wir liebten unseren Hund und nahmen ich mit uns in viele Sommerferien. Der Hund schlief in einem Wohnwagen. Ich möchte hier ein Ereignis angeben. In diesem Jahr waren in dem Camping Oravice in der Nordslowakei. Wir gingen mit dem Hund spazieren. An einem Pfad bei einem Restaurant befand sich ein Gehege mit einem Esel. Der Hund beobachte dies Tier und näherte sich, setze sich daneben. Plötzlich leckte er den Esel. Meiner Meinung nach begann damals eine Ewigkeit für den Hund, weil Kumpan einen bibelhaften Esel leckte. Selber Jesus ritt einen Esel.
Letztendlich gibt es einen Drittanfang im Hundeleben. Nach dem Tode geht der Hund ins Paradies, wobei zum Jenseitsland ein Weg durch einen kakteenhaften Limbus führen kann. Das wäre eine nicht endende Geschichte. So viele Anfänge und bloß der Hund.