Maskenpflicht im Traum

Bild von Monika Jarju
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Als das Café am Marktplatz wieder geöffnet wurde am 1. März, bestellte ich mir einen Milchkaffee. Kaum hatte ich mich gesetzt, kam Polizei und forderte erneut die Schließung, denn der Lockdown war bis zum 7. März verlängert worden. Die Gäste standen auf und stellen sich hinter die Inhaberin des Cafés. Die Polizei drohte: „In einer Stunde sind Sie hier weg!“ Doch die Leute, auch ich, waren entschlossen nicht nachzugeben. Wir würden wiederkommen! Ich gab ihr ein gutes Trinkgeld und sie schenkte mir eine besondere Briefmarke, eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung.

*

Der Tante-Emma-Laden war voll, keiner trug eine Maske, doch das fiel mir erst auf, als ich feststellte, dass ich meine vergessen hatte. Also ging ich nach Hause und holte die Maske. Spöttisch beäugten mich die Kunden, der Inhaber bot mir süffisant mit Alkohol gefülltes Konfekt an. Es fühlte sich wie Bestechung an, dankend lehnte ich ab. Was wollte ich eigentlich kaufen? Vollkornbrot kostete 6,99 Euro, schnell legte ich es zurück. Dann sah ich überall die überhöhten Preise! Doch ich wusste, es gab etwas Besonderes, weshalb ich gekommen war – und wachte ohne Maske auf.

Illustration von Dorothy Siegl
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Kommentare

08. Mär 2021

Gut, dass die Maskenpflicht nicht auch noch das Sehen (Träumen) beeinflusst.

LG Thomas

10. Mär 2021

Stell Dir vor, man würde auch noch mit Maske aufwachen :-)

unmaskierte Grüße, Monika

09. Mär 2021

Vor lauter Masken vergisst man die Maske,
wie schön, man sieht wenigstens jemanden lachen …!

Sei herzlich gegrüßt
Soléa

10. Mär 2021

Zumindest mit den Augen kann man noch gut lachen,
herzlich lachend grüßt Monika

10. Mär 2021

Zum Glück nur ein Traum - Verarbeitung des Tagesgeschehens;
sehr gern gelesen, liebe Monika!

Herzliche Grüße -
Marie

10. Mär 2021

Ja, seit einiger Zeit bemerke ich, dass sich die Maske auch ins
Traumgeschehen einschleicht, wie sollte es auch anders sein :-)

dankeschön und lieben Gruß,
Monika