Sandkorn in der Wüste

Bild von Anita Zöhrer
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Ich jage dir nach, entkommen wirst du mir nicht. Wo auch immer du dich versteckst, ich werde dich finden. Mein Herz ist mein Kompass, das deinige der Magnet, nach dem es sich ausrichtet.

An einer Kreuzung trennen sich unsere Wege. Eine Flut an Menschen, die hinter unser Geheimnis gelangt sind, zwingen uns dazu. Neugierig sind sie, ihre Fragen wehre ich ab. Um ihre eigenen Angelegenheiten sollen sie sich kümmern. Was uns beide betrifft, ist kein Teil davon.

Deine Flucht ermüdet dich. An einem Fluss lässt du dich nieder, erfrischst dich an dem kalten Wasser, das aus einem Felsen quillt. Nun habe ich dich. Ohne Vorwarnung falle ich über dich her. Dass du meine Liebe nicht erwiderst, kann ich dir nicht verzeihen. Meine schlaflosen Nächte wegen dir nehme ich dir übel. Warum ausgerechnet du für mich auserwählt wurdest, ist mir ein Rätsel.

Wie Blitze schleudere ich dir meine Anklagen entgegen, dabei trägst du keinerlei Schuld an meinem Dilemma. Was du dafür kannst, ist genauso beträchtlich wie ein Sandkorn mehr in der Wüste.