Wer oder was macht uns das „Jenseits“ sichtbar?

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Nehmen wir einmal an, 2 Betrachter lebten 4 Milliarden Lichtjahre voneinander entfernt. Was sehen sie – setzen wir einmal voraus, sie besäßen beide riesige Teleskope – vom jeweils anderen? Richtig: an der Stelle des Gesuchten befände sich eine Feuerkugel – der Planet trüge noch gar kein Leben!

Nehmen wir weiter an, die Betrachter wären ungeheuer intelligent und fortschrittlich: es wäre ihnen gelungen, ein Ketten-Beobachtungssystem zu entwickeln, das aus unzähligen Übertragungsstationen bestünde. Die Sende-Impulse würden dabei überlichtschnell, sagen wir in ein paar Sekunden übermittelt werden.

Was sähen sie dann? Wieder richtig: den beobachteten Planeten in seiner gesamten Entwicklungsphase – und eben auch sich gegenseitig selbst! Es käme ganz darauf an, aus welcher Epoche ein Sende-Impuls käme.

Von der letzten, direkt vor dem anderen Planeten liegenden Übertragungsstation aus, sähen sich die beiden Betrachter, wie sie „jetzt“ aussehen. Weiter zurück würden sie immer jünger werden, bis sie schließlich ihren vorgeburtlichen Zustand erreichen.

Nehmen wir nun, zur Abwechslung einmal an, wir könnten uns als die Licht- Sprich „Zeitwellen“ manifestieren, die wir aussenden/ausgesendet haben, dann würden wir auch, nach dem Punkt unseres Todes, weiter in den Weltraum abstrahlen.

Dabei würde unsere Intensität immer dünner werden. Nach vielen Milliarden Jahren wären wir womöglich „zu dünn“ um noch als Einzel-Energie-Volumen registriert zu werden. Dann wären wir Teil einer gewaltigen Gesamtmasse geworden, die, noch einen kosmischen Augenblick später, eingeschmolzen werden würde: Material zur Bildung eines neuen Universums!

Nichts als Zukunft läge dann vor uns und so langsam würde sich, aus dem enormen Seelenknäuel wieder ein Einzelschicksal nach dem anderen herauskristallisieren, das bald wieder – von weit voneinander entfernten Teleskopen aus – betrachtet werden könnte…

©Alf Glocker

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