Jubel am Ostersonntag

von Annelie Kelch
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Wo Glaube lebt, wird heute tiefer Friede sein.
Nein, mehr als das: Die Freude ringt den Kummer nieder.
Das Haupt des ärgsten Sünders streift ein Heilgenschein:
Die frevelhafte Erde hat ihren Messias wieder.

Gejubelt wird, wo Seelen schweres Leiden kennen.
Es jubelt, dessen Liebe starb im finsteren Tal.
Wer wirklich glauben kann, wird diesen Namen nennen:
Jahwe – der seinen Sohn erlöst von allen Höllenqualen,
wird neigen sich und küssen jedes Wundenmal.

Und wieder wird die Hoffnung neu geboren,
mag alles dunkler noch als dunkel uns erscheinen.
Wer gestern noch geglaubt hat, er sei hoffnungslos verloren,
wird nach dem auferlegten Kreuz jetzt Freudentränen weinen.

Selbst wenn wir unterm Schnee noch keinen Frühling schauen,
selbst wenn das starre Rad der Sonne einen Bogen um uns macht,
selbst wenn die Zweifel größer sind als unser Gottvertrauen:
Die Flamme Jahwes brannte in der letzten Wundernacht.

Jahwe: der Name für Gott im Alten Testament ...

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Kommentare

01. Apr 2018

Ein Gedicht, das Hoffnung spricht -
Scheint schon selbst ein feines Licht ...

LG Axel

01. Apr 2018

Dank, Axel, Dir, für Deinen Kommentar:
Wem DIE Geschicht nicht nahegehen will und kann,
der ist fürwahr ein armer kranker Mann.
Ob ausgedacht, ob alles wirklich wahr ...
gelobt sei, wer einst den Messias sah.

LG Annelie

01. Apr 2018

Dein sehr gutes Ostergedicht regt zum Nachdenken an, liebe Annelie, "und wieder wird die Hoffnung neu geboren" - ist die für alle Menschen immer wieder bedeutsame Botschaft an diesem Tag.

Liebe Grüße - Marie

01. Apr 2018

Danke, liebe Marie, danke für Deinen sehr geschätzten Kommentar.
Was bleibt uns anderes übrig, als zu hoffen ...
Leider kommt es auch auf das "worauf" an ...
In einem Teil Israels, so sah und hörte ich einmal im Weltspiegel,
hoffen und warten die Menschen unter glutvollster Sonne tatsächlich
sehnsüchtig auf die Wiederkehr des Messias' - und werden von Landsleuten
mal mehr, mal weniger milde belächelt. Andere wiederum hoffen,
dass der Preis für den neuesten Mercedes-Typ, fürs neueste Notebook
bald fällt; ich hoffe, dass es Dir und unseren Lesern heute besonders gut geht.

Liebe Grüße,
Annelie

02. Apr 2018

Einfühlsam geschrieben, liebe Annelie. "Die frevelhafte Erde hat ihren Messias wieder", an Ostern kommt keiner daran vorbei, an
die Geschichte Jesus zu denken, und so mancher wird vielleicht auch über das hier und jetzt und so (?) ins grüben kommen und innehalten ..., egal an was er glaubt.

Liebe Ostergrüße
Soléa

02. Apr 2018

Liebe Soléa, lieben Dank für Deinen guten Kommentar. Es wäre schön, wenn es denn so wäre. Jedoch den aktuellen Umfragen zufolge, weiß kaum noch jemand, dass Ostern das Fest der Auferstehungt Jesu Christi ist. - Und ein paar Jahrzehnte weiter, so ist zu befürchten, feiert man dann das Fest der Hasen, die ins Visier gerückt sind, mitsamt Ostereiern. Die Häschen werden Jesus praktisch ablösen Das einzig Gute daran wäre, wenn man sie dann nicht mehr verspeisen würde - wie u.a. die armen Lämmer. Mit jedem Lamm, das geschlachtet wird, tötet man Geduld, Sanftmut und Hingabe; man tötet Jesus Christus, der ein Lamm Gottes war.

Liebe Grüße zu Dir und einen wunderschönen Ostermontag,
Annelie

02. Apr 2018

Amen!
Zustimmen kann man nur...
und wenig Worte mehr
Gedanken angeregt
und einmal Taten folgen lassen...
im Geist der Nächstenliebe!

LG Yvonne

03. Apr 2018

Danke, liebe Yvonne. - Im Geist der Nächstenliebe hört sich gut an.
Deshalb mache ich bei Amnesty mit. In manchen Ländern ist man
verraten und verkauft. In Costa Rica hat der linksliberale Carlo
Alvarado die Wahl gewonnen. Dort geht es weiter aufwärts.

Liebe Grüße zu Dir,
Annelie