Grauer Engel

von Michael Dahm
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Durch den Wald zu früher Stunde,
weht des Herbstes stille Kunde
und ein grauer Engel schwebt,
küsst mich wach mit kühlem Munde.

Was er streift mit seinen Schwingen,
wird er bald zu Ende bringen
und der Wind, der heute schläft,
wird sein wildes Liedchen singen.

Was noch träumt an seinem Zweige,
löst sich durch die Himmelsgeige,
fällt zurück in seinen Kreis,
dass es sich erneuert zeige.

Und der graue Engel schwebt,
über allem, was da lebt,
dass in seinem Schwingenstreich
Licht und Schatten sich verwebt.

21.09.2014

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