Gegen das Grauen

von Robert K. Staege
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Blaue Welt scheint grau
unter braungoldenen Blättern,
und schwarze Vögel krächzend jagen.

Kein lichter Strahl wagt,
ins gewebte Grau zu stechen,
weil alle befürchten, es könnte anfangen
schwarz und giftig zu bluten.

Wenn dieser todbringende Saft
die Welt überschwemmt,
kann uns keine Arche mehr retten.
Dann begreift der letzte Wirrkopf,
warum es 'Grauen' heißt, dieses
erschreckend trostlose Etwas,
das die Seele frisst.

Und selbst im Ruhezustand
sondert es noch eine
todgiftige Flüssigkeit ab,
und mißbraucht, verdammt Dich dazu,
diese in die Menschenwelt zu tragen.

Doch zum Glück gibt es
unter den Menschen Schamanen,
die eine Kunst verstehen,
das Entsetzen zu besiegen.
Man sagt, sie neutralisierten
das Gift in den Tränen
durch Magie.

Einmal hörte ich,
wie sie den Zauber nennen.
Ein äusserst seltsames Wort,
es hieß:

LACHEN

Geschrieben 2012

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