Herbst in der Wüste

von Annelie Kelch
Mitglied

Kirchturm im Nebel …
Die Stille wandert
durch den Dunst
bleiwunder Straßen.

Wäre ich allein …
Wäre ich allein auf dieser Welt:
Gott wäre mir nah
wie niemals zuvor ...

Er ginge neben mir her –
über Berge und Brücken
durch Hagel und Sturm
und durch das Meer der Träume:
Eine Zweisamkeit, die
keiner Worte bedarf.

In der Wüste bräche mir die Sonne
das tagblinde Aug und ER
führte mich in die Rede
seines beharrlichen Schweigens.

Quelle: pixabay
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Kommentare

13. Nov 2017

Ein Herbstgedicht - mal ohne Blätter:
Mit wahrem Inhalt - anstatt Wetter ...

LG Axel

13. Nov 2017

Dank, Axel, dir, für deinen Kommentar:
Das Wetter, ganz allgemein, ist ja auch meistens dasselbe:
Auf Sonne folgt Regen - in Bälde.

LG Annelie

14. Nov 2017

Herbst, egal wo, bringt Veränderung, Ruhe, aber auch die vorm Sturm. Doch Gott ist hoffentlich nah ...
Schöne Zeilen, liebe Annelie!

Herzliche Grüße
Soléa

15. Nov 2017

Ich danke dir von ganzem Herzen für deine lieben Worte, liebe Soléa.

Liebe Grüße,
Annelie