Haarwäsche

Bild von Annelie Kelch
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Die Weide wäscht ihr langes dünnes Haar im Fluss.
Sie friert dabei so arg, dass der kleine Wind kommen muss.
Unter seinen eisigen Schwingen schaudert die Weide noch mehr.
Ach, Haare zu trocknen im Winter, Jungfer Weide, ist schwer.

Darum lass deine langen Haare während es friert doch so wie sie sind.
Hast nimmer bemerkt, Jungfer Weide, dass im Winter auch Regen rinnt?
Dass sich winters auch manchmal die Strahlen der Sonne blicken lassen? -
Auch Regen wäscht dein Haar, Sonne und Wind werden es trocken blasen.

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Kommentare

17. Jan 2017

Ein schönes Bild - perfekt entspricht
Den Winter zaubernd - dies Gedicht ...
(Immer Ärger mit den Haaren!
Den Quatsch sollte man sich sparen ...)

LG Axel

17. Jan 2017

Danke, lieber Axel, für deinen Kommentar;
Haare werden oft überschätzt, das ist wohl wahr.
Es kommt mehr auf den Verstand an, der unter ihnen ruht;
als junge Frau ich oft streichholzkurze Haare trug -
aus Zeitmangel, hatte immer viel zu tun:
(die Kinder, Haushalt, Spielkreis, Schule und oft auch Garten,
der Gatte während der Mittagspause, die Kinder
sollten auch nicht aufs Essen warten.
Und man sagte mir oft, der Raspelschnitt stünde mir sogar gut.

LG Annelie