Winterblues

von Michael Dahm
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Ein Rabe schlägt am Himmel schwach
und kolkt ins Triste seine Pein,
nur wenig ist die Sonne wach,
am Wege schweigt ein Stein.

Im Walde kräuseln Pfützen finster
und der Mücke Summen fehlt,
schmal am Felde trübt ein Ginster,
als ob er kurze Tage zählt.

Hohe Lärchen ohne Nadeln,
die im rauen Saale stehen,
scheinen wiegend sie zu tadeln,
wenn die Tristen sie umwehen.

Hör den Specht nicht hoch im Stamme,
der so oft mich hat begleitet
und in des Sommers heißer Flamme,
klopfend mir das Herz geweitet.

Wartend träumt jetzt manches Leben,
unter grauer Decke bang,
möchte gerne dahin schweben,
wo die Lerche jubelnd sang …

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