tag am meer

von Manfred Peringer
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tag am meer

entsteigt die sonne den schimmernden wellen
heben sich nebel aus dem seegras kreisen wie
in trance zusammen mit möwen über den klippen

die pfeile der wildgänse zielen in richtung norden
tauben picken nach krümel des nachmittagskuchen
das auf und ab ihrer köpfe schlägt den tagestakt

fällt nacht auf die dünen hilft es beim einschlafen
die lichtstreifen des leuchtturms zu zählen wenn sie
im ewig gleichen rhythmus dein gesicht streicheln

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Kommentare

19. Sep 2018

So schöne Erinnerungen kamen mir beim Lesen ... insbesondere beim Lesen der letzten Strophe. Es ist schön, neben einem Leuchtturm zu leben, irgendwie beruhigend. Ich lebte fast 18 Jahre lang neben einem Leuchtturm. Er war mein Schutzengel. Ich wusste, dass er bei Gewitter alle Blitze von mir fernhielt und den Schiffen Geleit gab. Dein Gedicht schürt auch die Sehnsucht nach Sylt. Dort jetzt sein, und am Meer spazierengehen.

Liebe Grüße,
Annelie

19. Sep 2018

Hallo Annelie,
das schöne an Träumen ist, dass man sie jederzeit hervorholen kann.
Mein Leuchturm steht in Westjütland mitten in den Dünen und sein Lichtrhythmus wiegte mich in so mancher Urlaubsnacht in den Schlaf.
LG
Manfred

19. Sep 2018

Das ist schön, lieber Manfred. Ich hätte auch mal Urlaub von meinem Laptop verdient.

LG Annelie