Herbst

von marie mehrfeld
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Der Herbst des Lebens
wird Winter bald.
Nichts war vergebens.
Doch mir wird kalt.

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92 Seiten / Taschenbuch
EUR 9,50

Interne Verweise

Kommentare

24. Okt 2018

Auch der Tod wird nicht vergebens sein,
lieb Marie, denn Du bist nicht allein.
Denk nicht immer an den Tod ...
Leb, dann hast Du keine Not.
Außerdem bleibst Du gesund, wirst 110
und mit 111 auch noch spazierengehn.

Liebe Grüße,
Annelie

24. Okt 2018

Es liegt die Würze oft in der Kürze,
und im Gedicht geht’s nicht um mich,
in diesem Falle - betrifft’s uns alle …

liebe Grüße und danke - Marie

24. Okt 2018

Nee, liebe Marie, das betrifft nicht alle! Zum Beispiel mich nicht.

Dem Tod: Hihi!
Mist, schon hat er mi...

24. Okt 2018

Lieber Uwe, ER betrifft Dich und mich, uns alle - und das ist gut so. Wir verdrängen den Tod leider, geben ihm nur einen versteckten Platz in unserer Gesellschaft. Doch besonders im Herbst kommen jedem reflektierten Menschen - auch Gedanken an den Tod, die nachdenklich stimmen, aber nicht traurig. Denn im Realisieren der Tatsache, dass wir sterblich sind, können wir jeden neuen Tag bewusst als GESCHENK betrachten.

Liebe Grüße - Marie

24. Okt 2018

Ach du, liebe Marie, es sollte ein Witz sein, dass er mich nicht beträfe, als gehöre ich zu den Menschen, die das Thema nicht zulassen.
Meine Zeile "schon hat er mi" sollte heißen, ich konnte das Wort "mich" gar nicht mehr vollständig aussprechen, schon hatte er mich gepackt.
Liebe, lebendige Grüße an dich von
Uwe

25. Okt 2018

Da habe ich wohl etwas humorlos reagiert, Uwe, sorry, liegt daran, dass mich das Thema zurzeit etwas im Griff hat. Überaus lebendige Grüße an Dich zurück.
Marie

24. Okt 2018

Danke für das kleine, feine philosophische Gedicht zur rechten Zeit. Ja, uns wird kalt im Herbst, auch im übertragenen Sinn. Die Zuschriften heben es auf die Ebene des Todes, der Teil des Herbsts ist. Deinen Kommentar dazu - als Antwort auf das, was Uwe schreibt (und viele Menschen denken, fühlen) finde ich sehr gut und passend.

Viele Grüße Leo

24. Okt 2018

Ich danke Dir, Leo, für Dein besonnenes Eingehen auf mein kleines Herbstgedicht.

LG Marie

24. Okt 2018

Klar u. intensiv in der Aussage, die für mich auch durch
das verfärbte Blatt weitergeführt wird. Es wird kalt, erstmal. Das Leben, eingebettet im Kreislauf der Natur.
HG - Ingeborg

25. Okt 2018

Mir auch liebe Marie, mir auch! Gerade eben hielt ich eine Thermoskanne, die gespült werden musste, in der Hand. Ich bekam sie vor über 30 Jahren von einem Kunden geschenkt, der gerne kleine Freuden verteilte. Er war damals schon alt, wird, denke ich, nicht mehr am Leben sein. Aber in mir und ich hoffe, so wird es uns allen mal ergehen, das, wenn wir nicht mehr sind, noch jemand gern und lieb an uns denkt.

Kleine, sehr feine Zeilen!
Liebe Grüße zu dir
Soléa

26. Okt 2018

Danke, liebe Soléa, für Deine guten Worte. Ich meine auch, dass Verstorbene, die wir gemocht haben, so lange lebendig bleiben, wie wir liebevoll an sie denken. Und hoffe, es geht mir ähnlich, wenn ich nicht mehr lebe ...

Herzlich grüßt Dich
Marie

26. Okt 2018

Herbst des Lebens - wie auf Erden -
wird es ein Erfrieren werden?

Wärmend abendliche Grüße - Yvonne

27. Okt 2018

Wird es Erfrieren werden, fragst Du Dich und mich , fragen wir uns. Rilke dichtet dazu: "Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen."

LG von Marie an Yvonne

27. Okt 2018

Und das ist nur eines seiner wunderbaren Gedichte...
Es ist ganz stille. Aufrecht steht der Duft
vergangner Farben in den welken Wegen
Die Himmel halten einen langen Regen
die Blätter gehn auf Stufen durch die Luft.
...
Das ist die Sehnsucht: Wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: Leise Dialoge
der armen Stunden mit der Ewigkeit.

Das ist wohl das..., wohin wir fallen...in die Ewigkeit...

LG dir, liebe Marie, von einer Rilke-Bewunderin

27. Okt 2018

Liebe Yvonne, danke für diese wunderbaren Zeilen. Auch ich liebe Rilkegedichte. Und zuletzt in die Ewigkeit zu fallen - das hat etwas sehr Tröstliches.

LG zurück zu Dir - Marie