Protz

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Grau wälzt der Morgen die Wolkenmassen
in das Zeitlose dieses verhangenen Tages.
Kaufrausch will Weihnacht wie Taumel erfassen,
teuer misst Liebe des schenkenden Schlages.

Verschwende den Reichtum auf Pump, fehlt dir Bares,
und zahl dann erst später im Laufe des Jahres.

Der Kern dieses Festes verbirgt seine Zeichen,
der stille Advent schon wird hektisch und laut,
vor Protz kann er Herz und Hirn kaum noch erreichen,
Kommerz und Konsum hat den Zugang verbaut.

Dass dieses Fest uns einst Hoffnung versprach,
liegt als Gefühl unter Kassenbons brach …

© noé/2019

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Kommentare

25. Dez 2019

Drum soll man sich zurückbesinnen -
Mit dem Gedicht kann man beginnen!

LG Axel

25. Dez 2019

Zu Weihnachten klingen die Glocken so schön,
da wollen die Kassen auch nicht zurückstehen -
nie schöner die Kassen doch klingeln...
Weihnachten ist ein Fest von Schlingeln!

25. Dez 2019

Wird Besinnen
so besinnungslos,

wird ein andres als
Besinnung groß.

Liebe noë, dein Gedicht hat Sinn und erreicht meine Sinne.
LG Uwe

25. Dez 2019

Schön, dass es dich wieder "gibt", lieber Uwe ...