Lebenssinn

von marie mehrfeld
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Fragen nach Farben, Formen, nach Klarheit und Wahrheit, nach dem Sinn des Lebens, nach dem eigenen Glück begleiten ihn, seit er sich seiner selbst bewusst ist. Erkennen will er, was ist, wer er ist, will sich lösen von Vorgedachtem, von Befohlenen, Leben neu fühlen und seinen, den einzig richtigen Pfad finden. Sein Grübeln ist unermüdlich und von Irrungen und Wirrungen begleitet. So lange er atmen, denken kann, wird er hoffend ergründen wollen, was sich hinter Fassaden verbirgt, wird den rechten Weg suchen und doch nirgendwo ankommen, weil er das große Ganze nicht sieht. Wird er je aufhören zu suchen und begreifen, dass wir viele kleine Wege im Leben zu gehen haben und das Ende des einen der Beginn eines neuen Wegs ist? Dass der Weg an sich das Ziel ist?
Der große Goethe bringt es auf den Punkt: „O glücklich, wer noch hoffen kann, aus diesem Meer des Irrtums aufzutauchen! Was man nicht weiß, das eben brauchte man, und was man weiß, kann man nicht brauchen.“ (Faust 1, Vor dem Tor)

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92 Seiten / Taschenbuch
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Kommentare

28. Feb 2017

Das habt ihr beide schön formuliert: Du - und Goethe! Aber über die Antwort müsste ich länger nachdenken (können, dürfen).

LG Annelie

28. Feb 2017

Danke, Annelie. ER kann's natürlich um Welten besser formulieren. Vielleicht meint G. es ja auch ganz anders ...
Ich schreibe einfach, was ich denke, fühle, muss es auch nicht "meisterlich" ausdrücken.
LG Annelie

28. Feb 2017

Es lohnt sich tatsächlich, die "Gretchenfrage" mal wieder zu stellen.
Hoffentlich mit anderem Ergebnis als bei Goethe, dessen "Pudels Kern" sich dann als Mephisto, der Teufel entpuppte.
LG Ekki

28. Feb 2017

Die Gretchenfrage wäre: Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? Du bist ein herzensguter Mann, allein ich glaub’, du hältst nicht viel davon. Das ganze Thema ist ein ziemlich weites Feld ...
LG Marie

28. Feb 2017

Dein Text animiert zum Nachdenken. Die Antwort an mich: 'Ich weiß, dass ich nichts weiß'. Also sehe ich den Sinn des Lebens im Leben selbst.
LG Monika

28. Feb 2017

Dein Text animiert zum Nachdenken. Die Antwort an mich: 'Ich weiß, dass ich nichts weiß'. Also sehe ich den Sinn des Lebens im Leben selbst.
LG Monika

28. Feb 2017

Das sehe ich ähnlich wie du, Monika. "Er" ist eben ein unverbesserlicher Zweifler, der noch viel dazu lernen muss.
LG Marie