Sie geht (aber noch nicht so ganz ...)

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Lang hat’s gedauert. Immerhin:
Jetzt wirft sie uns den Bettel hin.
Ihr musste erst der Wähler zeigen:
Es bringt ihr nichts, noch lang zu bleiben.

Sie hatte früher stets betont,
dass Kanzleramt sich dann nur lohnt,
wenn’s auch Parteivorsitz vereint ...
das gilt nicht mehr, wie es jetzt scheint.

Der Wähler hat Unmut gezeigt,
zwei Wahlen sind dadurch „vergeigt“,
da „musste“ sie zum Rückzug blasen,
das Schiff „rechtzeitig“ zu verlassen,

das sie doch selbst erst festgefahren
in ihren langen Kanzlerjahren.
(Seehofer gar fällt das arg schwer:
Gibt's keinen doch zum Kabbeln mehr ...)

Sie denkt, kein Amt mehr anzustreben –
das ist vielleicht nicht ganz daneben,
sie braucht nicht länger „strammzustehn“:
kann gern getrost in Rente gehn,

(vielleicht auch in Vorruhestand!)
frische Gesichter braucht das Land,
gepaart (wohlweislich) mit Verstand ...
Jetzt wird’s wohl wieder interessant!

© noé/2018

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Kommentare

29. Okt 2018

Liebe noë, ich finde, sie hat auch sehr viel Großes geleistet und auch in schwerer Zeit auf die Reihe gebracht. Und ohne, wie in der Politik üblich, andere polemisch zu diskriminieren. Natürlich war ich nicht von allem angetan, aber Fehler macht jeder, der was macht. Wollen wir sehen und hoffen, ob die "Frischen Gesichter" es besser hinkriegen, ich glaube es nicht, denn wo sind denn die erfrischenden Leute mit Idealen oder guten Ideen? Nur die lautformulierte Idee, die Merkel muss weg, gilt wenig.
LG Uwe

30. Okt 2018

Danke für deinen Kommentar, lieber Uwe!
Sie kommt mir vor wie ein alter Walnussbaum, unter dem nur wenig gedeiht, was nicht allein an der Beschattung liegt, denn ein Walnussbaum enthält Stoffe, die Keimung und Wachstum vieler anderer Pflanzen unterdrücken.
Besonders eng für „Wachstumskandidaten“ wurde es, wenn sie ihnen ihr „Vertrauen“ aussprach und „hinter ihnen“ stand, das war dann ZU nah. Davon gibt es genügend Kandidaten.
Ihrer Partei (und nicht nur der) förderlicher wäre es gewesen, sie hätte Aspiranten die Angel in die Hand gedrückt, statt sie „mütterlich“ nur „abzufüttern“. (Symbolisch gesprochen und frei nach dem Zitat: „Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.“ Konfuzius, *551 v. Chr. †479 v. Chr.)
Sie hat da viel versäumt. Und ich denke, das war bewusst und gewollt. Von ihr.
Wohlgemerkt: spezifisch MEINE ureigenste Meinung.

30. Okt 2018

Ach, meine liebe Noé, was wissen wir denn von ihren Kämpfen, Zeitdruck, Enttäuschung im doppelten Sinne, ihren Arbeitstag, Anfeindung, Konzentration auf zu viel, zu viel, zu viel und international...
Und sie war endlich mal eine Frau an und in der Macht - und hat im wahren Wortsinn sehr viel gemeistert wie ein Meister.
Aber ich danke dir herzlich für deine liebe und in vieler Hinsicht aufwändig intensive Antwort!
Lieber Gruß an dich und in Gedanken an sie von Uwe

29. Okt 2018

Der Spahn als Kanzlerin - ich weiß nicht recht,
Ob ich mir DAS vorstellen möcht ...

LG Axel

30. Okt 2018

Der Spahn lebt nicht im Jetzt und Hier.
(Da tränk ich lieber doch ... ein Bier.)

30. Okt 2018

Hoffentlich kommt Besseres nach -
Deutschland ist im Guten schwach!
Ein Dämon geht und Witzfiguren
bestimmen neuerdings Konturen...

30. Okt 2018

...und es laufen unseres Landes Uhren.