Die Flut, sie steigt

von Marie Mehrfeld
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Die Flut, sie steigt,
wir mittendrin.
Der Himmel schweigt.
Uns fehlt der Sinn.

Will es versteh’n.
Was ist da los?
Was wird gescheh'n?
Die Angst ist groß.

Ist es Sein Plan,
uns zu erschrecken?
Aus tiefem Schlaf
nun aufzuwecken?

Die Erde bebt.
Das Virus wütet.
Froh ist, wer lebt,
noch gut behütet.

Worauf nun bauen?
Weißt du es nicht?
Der Zukunft trauen -
erhellt die Sicht.

Buchempfehlung:

[numberofpages] Seiten / Taschenbuch
EUR 9,50

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Kommentare

30. Mär 2020

Wir sollten hören - und zwar auf:
Mit Geld-Macht-Gier - im Ausverkauf ...

LG Axel

30. Mär 2020

Da hast Du, Axel, wirklich Recht.
Die Gier des Mammons, sie ist SCHLECHT.

LG zurück - Marie

30. Mär 2020

Liebe Marie,

ich bin fest davon überzeugt, dass das Leben einer höheren Ordnung folgt, einer Intelligenz, der das ganze Universum unterliegt, die wir mit unserem begrenzten Geist nicht erfassen können. Ob man es nun Gott oder Kraft oder Energie, oder sonstwie nennt, spielt eigentlich keine Rolle.
Ohne diese Kraft, gäbe es uns nicht. Wir sind Teil von ihr, genau so, wie sie auch in jedem einzelnen von uns vorhanden ist und wirkt.
Die Wissenschaft geht davon aus, dass es eine Formel geben muss, die alles erklären kann, eine Weltformel sozusagen. Gefunden haben sie sie aber noch nicht.
Ich habe tiefstes Vertrauen in das Leben, dass alles, was ist, auch genau so sein muss, ja gar nicht anders sein kann, sonst wäre es das auch, was immer dies bedeuten mag.
Also ist Gottvertrauen nicht die schlechteste Idee. Es schenkt inneren Frieden, Gelassenheit und die Gewissheit, dass alles, was geschieht einen Sinn hat, auch wenn wir diesen vielleicht vorerst nicht, aber vielleicht auch nie, ergründen können.

Alles Liebe und herzliche Grüße
Ella

30. Mär 2020

Liebe Ella, das hast Du so wunderbar formuliert, danke dafür. Ich folge Dir in allen Punkten. Auch ich habe Vertrauen in den Sinn des Lebens und behalte selbst in dieser die ganze Welt betreffenden Krise die Hoffnung, bestreite aber nicht, dass sie mir in ihrer Unberechenbarkeit Furcht einflößt. Eine Weltformel werden die Wissenschaftler meiner Meinung nie finden, dazu sind unsere Hirne zu klein und die Grenzen von Zeit und Raum zu unendlich.

Herzliche Grüße zu Dir zurück! Marie

30. Mär 2020

Kurz, knapp und gekonnt gereimt, wie man es von Dir kennt. Inhaltlich auf den Punkt gebracht. Auch wenn man nicht an Gott glaubt, fragt man sich - ist diese weltumspannende Seuche eine Prüfung, die uns in nie erlebter Wucht unsere Grenzen aufzeigt? Gehört sie zu einem Plan von ganz OBEN? Damit wir endlich einsichtig werden? Ich habe unwillkürlich ein Bild im Kopf, die vier apokalyptischen Reiter, so wie sie Albrecht Dürer dargestellt hat (nach dem 6. Kapitel der Offenbarung des Johannes als Boten der nahenden Apokalypse). Trotzdem hoffe ich natürlich, wie wir alle, auf einen glimpflichen Ausgang in nicht allzu weiter Ferne.

HG
D.R.

30. Mär 2020

Danke für Dein Lob, Detmar. An den berühmten Dürerstich von den vier apokalyptischen Reitern zu erinnern ist nicht falsch. Das Leben der Menschen zu Dürers Zeiten war von tödlichen Seuchen geprägt, man denke an die Pest. Und die Offenbarung des Johannes ist ein gewaltiger Bibeltext, in dem ich immer wieder staunend lese, obwohl ich ihn nicht verstehe.

Ich grüße Dich herzlich zurück.
Marie

30. Mär 2020

Angst und Hilflosigkeit gehen einher. Das hilflose Baby, das in die Welt fällt. Die Angst vor dem TOD und seinen Fragezeichen...
Angst essen Seele auf (Fassbender).
HG Olaf

30. Mär 2020

Lieber Olaf, diesen Kultfilm kenne ich. Angst essen aber nicht nur Seele auf, sie stärkt auch unsere Sensibilität für Gefahr. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass die Coronakrise die Menschheit klüger macht. Man wird sehen. Ich danke Dir für Deinen Kommentar.

HG Marie

31. Mär 2020

Ziemlch exakt beschreibst du auch meine Gefühle und kommst zu ähnlichen Fragen, davon bin ich angerührt,
Dass wir Menschen leicht aufzuschrecken sind, das stimmt, aber dass wir aufzuwecken sind, da zeigen Nachkriegszeit und Zerstörung der Natur andere Richtungen und Zeichen. Heißt: Zwar liebe ich jeden Menschen (wenn er nicht Stalin oder Hitler heißt), aber meine Hoffnung auf "Besserung" scheint mir 0,1 % von der deinigen zu betragen.
LG Uwe

31. Mär 2020

Nur 0,1%, lieber Uwe? Dabei schreibst Du so frohe Liebesgedichte - sie klingen nach Optimismus, den auch ich unter diesen überaus widrigen Umständen dringend brauche. Ohne ein Jota Hoffnung - stürze (nicht nur) ich ab. Nach Corona, sollte es denn ein danach geben, worauf ich baue, wird die Welt anders aussehen. Die Umwelt wird sich erholt haben, die Menschheit steht vor einem Scherbenhaufen ungeheuren Ausmaßes. Ob ich ein DANACH erlebe, weiß ich nicht, gehöre zur Hochrisikogruppe. Ich will es aber, und dieser Wille gibt mir Kraft. Als positiv empfinde ich, dass die Menschen, wenn auch mit Abstand, viel rücksichtsvoller und zugewandter miteinander umgehen. Es gibt so viel Hilfsbereitschaft. Das alleine ist ein gutes Zeichen, oder? Was das Schreiben angeht, so hält mich das Thema Weltseuche so gefangen, dass ich keinen Drang habe, z.B. ein Loblied über den Frühling anzustimmen. So geht eine Jede, eine Jeder anders mit der Krise um ... Dir wünsche ich, dass Du unbeschädigt durchkommst und grüße Dich herzlich, Marie

31. Mär 2020

Danke, liebste Marie, liebste Marie. Und bitte, unbedingt komme du durch, durch Wirrnis und Leid aller Zeit.
Herzlichst bin und bleib ich dir verbunden (und bin froh darin!)
Uwe

31. Mär 2020

Die Flut, sie steigt,
wir mittendrin,
der Himmel schweigt,
uns fehlt der Sinn.

Vertrauen wir,
sieht uns der HERR
und handelt hier.
ER liebt uns sehr!

LG Thomas

31. Mär 2020

Lieber Thomas, Deine beiden Verse ... geben dem Gedicht ein sicherers Ende. Ich denke sie mir dazu, danke dafür.

LG Marie