das licht des lebens

Bild von maruschka
Mitglied

geh ich meinen weg
fuß vor fuß vor fuß
ein sonniger strahl
bricht die wand auf
und das teegeschirr
verliert seine bläue

der zeitzahn mahlt
mir löcher ins hirn
die blätter sparsam
geteert beschichtet
die röte der kerzen
grau ausgeblichen

ich such nach sinn
die hände gefaltet
neben ungelesenen
büchern der liebe
mein wundes herz
es bäumt sich auf

die schöpfung ruht
bin im wartestand
und der neue tag er
beginnt zu wandern
gestern wie morgen
in die ungewissheit

meine fragezeichen
laufen im marathon
und die augenblicke
blinken nun matter
kennst du das auch
mein lieber freund

dann schreib es mir
mit füller und hand
und schwarzer tinte
und mit genug Mut
zeige mir den pfad
das licht des lebens

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Kommentare

20. Mär 2021

den pfad ins licht, den gibt es
am ende unsres lebenslichtes…
doch den, am ende erst wir geh‘n -
der kürz‘re ist, am fenster steh’n;
noch besser - öffnen unsre tür
und siehe da: das licht ist hier!

so leicht gesagt sind schöne worte,
auch wenn man ist am dunklen orte.
ich öffne jetzt für mich die tür,
denke an dich - du bist ein saphir.

20. Mär 2021

Auch ich hoffe auf das Licht
das die letzte Dämm’rung bricht,
ein Saphir, das wär ich gerne,
denn sie strahlen in die Ferne;
Dein Gedicht ist wirklich pfiffig,
diese Worte - weise, griffig,
denke dankend nun an Dich –
und das war’s, mehr weiß ich nicht …

Liebe Grüße

20. Mär 2021

Ein Tee-Geschirr ist Krause nicht -
Drum bleibt ihr blauer Zustand Pflicht ...

LG Axel

20. Mär 2021

Krause ohne Bier - undenkbar,
nur betrunken ist sie lenkbar ...

LG zurück!
Marie

20. Mär 2021

Wenn sonn'ger Strahl dir leuchten soll
setz' Fuss vor Fuss behutsam zart,
scheint voll Gefühl gedankevoll,
um ihm zu folgen ganz apart...

Geh ihn den Weg der dir beschieden,
der fortführt dich und doch belässt,
die Fehler die man wohl vermieden,
am End sie geben uns den Rest.

Man hält sie fest in zartem Blau,
auf Blatt für Blatt schreibt auf sodann,
die Zukunft ist's, auf die vertrau,
denkt nicht zurück wie es begann.

Mit lieben Grüßen zu Dir,
Uschi

21. Mär 2021

Kluge Worte in schöne Verse verpackt, liebe Uschi – danke dafür; wenn man der Zukunft nicht traut, weil sie im Nebel zu liegen scheint, ist das verständlich – sieht doch alles momentan ziemlich düster aus; man ist dann in Versuchung, sich an der Vergangenheit zu orientieren, sie zu verklären, das bringt uns auch nicht weiter. Zurzeit sind wir alle etwas orientierungslos – und auf der Suche nach Hoffnung, nach Lösungen …

Herzliche Grüße zu Dir - Marie

20. Mär 2021

Wie eine Gedanken Reise kommen Deine bildreichen und starken Worte bei mir an. Manchmal braucht es ein Gegenüber, wie hier "
mein lieber Freund" um sich neu zu sortieren, aufzubrechen und im " Licht des Lebens" die Unbilden zu überwinden.
Herzliche Grüsse schicke ich Dir, liebe Marie.
Ingeborg

21. Mär 2021

Danke für Deine aufbauenden Worte, Ingeborg; wenn es an Gesprächspartnern fehlt, weil man sich nicht treffen darf, dann geht man auf Gedankenreisen, redet mit dem fiktiven Gegenüber oder mit sich selbst; mir hilft das oft. Neuerdings führe ich auch Gespräche mit Pflanzen, Bildern, die mir gefallen und am liebten mit dem verschmusten Kater von nebenan, der mich abends gerne besucht.

Liebe Grüße - Marie

21. Mär 2021

Die schweren Tage, sie nagen, es verblassen die Schicksale – die Jahre, und doch bleibt nur, nicht zu verzagen …
Herzliche Grüße
Soléa

21. Mär 2021

Nein, liebe Soléa, nur nicht dauerhaft verzagen, nicht zu viel klagen. Mut tanken für die Durststrecke, die noch vor uns liegt …

Sei herzlich gegrüßt –
Marie

21. Mär 2021

Oh Marie,
so, wie Dein Gedicht spricht,
entzündet es tausendfach ein Licht
des Erkennens, des sich Findens
in den Zeilen, es kann heilen,
weil es ins eigene Leben führt.
Danke für kostbare Worte, die die Seele spürt.

LG Monika

21. Mär 2021

Der Dank für Deine KOSTBAREN Worte - geht doppelt und dreifach an Dich zurück, liebe Monika!

Herzliche Grüße - Marie

21. Mär 2021

Sehr viel Licht lenkt ab die Sicht. Dort, wo Licht nicht endet, Licht dich blendet !
Goethes letzte Worte am schläfrigen Orte ? "Mehr Licht". Mehr zu SAGEN
hab ich nicht.
HG Olaf

21. Mär 2021

Danke, Olaf. Da Goethe ein geborener Frankfurter war und den entsprechenden Dialekt beherrschte, geht auch die Mähr um, seine letzten Worte seien viel banaler gewesen, einfach nur - „mer licht (liegt) so schlecht“ ... wer hat da wohl Recht?

HG Marie

21. Mär 2021

Über Vielem liegt ein dunkler Schleier, durch das das Licht den Schein verlor.

Ein Nachdenklicher

Liebe Grüße

Jürgen

21. Mär 2021

Das fühle ich auch so, Jürgen. Hoffen wir gemeinsam, dass sich der Schleier, der das Licht trübt, recht bald hebt ...

liebe Grüße - Marie