Achtsame Wachheit

von marie mehrfeld
Mitglied

Die achtsame Wachheit gemeinsamen
Schweigens ist die höchste Stufe
menschlicher Verständigung.

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Kommentare

05. Mär 2018

Ich stimme Dir darin zu, liebe Marie. Mich stört lediglich das Wörtchen "Wachsamkeit". Weshalb "wachsam" sein - wenn einer den anderen nicht "in die Pfanne hauen" will. Wachsamkeit kann allerdings durchaus mit Verständigung zu tun haben, wenn man wachsam gegenüber der Sensibilität des anderen ist. Das ist ja sehr wichtig. In einem gemeinsamen Schweigen liegt zumeist bereits Verständigung - Mimik und Gesten sagen viel - und ich denke, wir können erkennen, um welche Art von Schweigen es sich handelt, wenn zwei oder mehrere Menschen sich schweigsam gegenüberstehen/sitzen etc. Aber, liebe Marie, es ist immer gut, wachsam zu sein, auch im Schweigen, wenn man nicht genau weiß, was der andere im Schilde führt. Hast Du das gemeint? Dein Foto ist übrigens klasse dazu. Ich stelle mir vor, wie sich das Schweigen türmt.

Liebe Grüße,
Annelie

05. Mär 2018

Danke, Annelie. Wenn man, gemeinsam oder mit Anderen, meditiert, das ist vielleicht ja die höchste Stufe des Schweigens ... gerät man gelegentlich in einen Zustand der "schwebenden Wachsamkeit", sie geht meiner Erfahrung nach mit der Versenkung einher. Gelingt nur selten, aber wenn, dann ist es ein beglückender Zustand. Diese Art der Wachsamkeit meine ich. Wie Du siehst, habe ich aber auf Deinen Wink hin die Überschrift etwas geändert.

Liebe Grüße - Marie

05. Mär 2018

Liebe Marie, ans Meditieren habe ich überhaupt nicht gedacht, als ich Deinen Text las, vielmehr an ein Schweigen, auch friedlich selbstverständlich, das sich aus einer Situation heraus ergibt: Trauernde, Liebende, Menschen, die etwas zusammen erlebt haben, daraus sich ein gemeinsames, einverständliches Schweigen ergibt. Deshalb ist Dein Text ja so gut - ein Schweigen dieser Art schweißt m.E. nämlich noch viel, viel mehr zusammen als Worte. Es gibt ja viele Arten des Schweigens: betretenes Schweigen, Schweigen durch Schock, Schweigen aus Verlegenheit etc. Wachsamkeit ist m.E. unfriedlich, sofern es sich nicht, wie Du schreibst, um eine "schwebende Wachsamkeit" beim Meditieren handelt. Wachsam ist man doch meist, wenn man einem Menschen nicht (mehr) vertraut. Übrigens ... ich habe Dir eine Nachricht geschickt. Ist sie angekommen?

Liebe Grüße,
Annelie

05. Mär 2018

Ich meinte auch nicht nur das Schweigen während des Meditierens, liebe Annelie. Auch das Schweigen zwischen guten Freuinden, das auf Vertrauen basiert. Nur als Beispiel. Und ja, es gibt das Schweigen aus Angst, es hat viele Facetten. Das "betretene" ist mir auch bestens bekannt, wem nicht. Deine Nachricht werde ich gleich lesen. So lange, liebe Grüße.

05. Mär 2018

Wachsam bist Du achtsam wenn Du im Schweigen Deine innersten Wege gehst. Im bewussten Meditieren Unterbewusstes die Türen öffnest, ihm Aufmerksamkeit schenkst im Zustand der Wachsamkeit. Ohne Wachsamkeit kein Wahrnehmen.
LG

Jürgen

05. Mär 2018

Danke, Jürgen. Deine Gedichte lese ich besonders gerne, sie vermitteln mir den Eindruck, dass Du Erfahrungen hast mit dem Meditieren, mit dem Zustand des "schwebenden Wachseins" oder, wie Annelie es schreibt, mit "Aufmerksamkeit im Zustand des Wachseins".

LG - Marie

05. Mär 2018

Aufmerksamkeit hört sich gut an, Jürgen. Aufmerksamkeit im Zustande des Wachseins; denn: "sei wachsam" und "sei aufmerksam" unterscheiden sich meiner Meinung nach nicht gerade unwesentlich voneinander. Aufmerksam sein ... im Unterricht, höflich sein ...
Wachsein: wie Milva es besungen hat: Wir müssen "wach sein" - und falln uns auch die Augen zu ... wachsein bei drohender Gefahr.

LG Annelie

05. Mär 2018

Achtsamkeit ein Synonym
der Wachsamkeit,
so wie oben schon beschrieben
ersetzt auch Konzentration
Interesse am anderen,
ein Mitgefühl, das auch,
Rücksicht, Anteilnahme,
da gibt es von Bedeutung viel
und alles schwingt so mit
in diesem kurzen essenziellen Spruch!

LG Yvonne

LG Yvonne

06. Mär 2018

Danke für Deine Zuschrift, liebe Yvonne. "Achtsame Wachsamkeit" müsste es vielleicht heißen, denn sie habe ich auch gemeint. Mitgefühl, Anteilnahme, Zuneogung - sind auch ein Teid dessen, was man während des einvernehmlichen Schweigens empfinden kann, wenn man Glück hat.

Liebe Grüße - Marie

06. Mär 2018

Ich stimme Yvonne zu - Achtsamkeit im Sinne von Empathie und Einklang,
Einfühlung, wohlmeinendes einander Wahrnehmen, vertrauensvoll auf einander Einlassen,
wogegen Wachsamkeit Distanz und Vorsicht betont.
Guter Gedanke!

Lieben Gruß,
Monika

06. Mär 2018

Danke, liebe Monika. Genauso habe ich es auch gemeint.

Liebe Grüße,
Annelie

06. Mär 2018

... und ich stimme Dir zu, liebe Monika.
Meine Antwort an Dich ist in der an Yvonne enthalten.

Danke und liebe Grüße - Marie

06. Mär 2018

Danke euch allen, achtsame Wachheit,
so hat es sich auch für mich gerundet.

LG - Marie