Reifes Verhalten in Zeiten von Corona

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Reifes Verhalten überzeugter Demokraten in Zeiten von Corona ist: Wenn wir Bürgerinnen und Bürger in einer die Menschheit bedrohenden Pandemie fähig sind, vorübergehend Verzicht zu leisten, Regeln zu beachten und damit aus Einsicht heraus das Einzelwohl dem Gemeinwohl unterzuordnen.

Kommentare

15. Okt 2020

Das mit dem „Reifen“ und dem „Begreifen“ –
es dauert zu lange, da wird einem bange …

Dank und Gruß zurück zu Dir, lieber Axel

14. Okt 2020

Marie, Du sprichst mir aus der Seele, wie man so sagt. Der Begriff „Gemeinwohl“ scheint in Vergessenheit geraten zu sein, denke ich manchmal. Sehr wichtig ist selbstverständlich das „vorübergehend“. Wir sollten in andere Länder der Welt schauen und ganz zufrieden sein, denn unsere Zahlen halten sich vergleichsweise im Rahmen - vor allem deshalb, weil sich die überwiegende Mehrheit der Menschen, die hier leben, weitgehend an die Regeln halten. Virologen- und Politikerschelte sollte in dieser brandgefährlichen Situation vorsichtig erfolgen; die Lage ändert sich permanent, das Wissen über die Wirkung des Virus wächst nur langsam, deshalb müssen die Vorschriften immer wieder der neuen Lage angepasst werden. Danke für den Beitrag. Bleib gesund.

HG
D.R.

15. Okt 2020

Kluger Kommentar, danke. Bin ganz Deiner Meinung - das „vorübergehend“ ist wichtig. Wie wir aus Erfahrung und Beobachtung wissen, ermöglichen es Krisen autoritären Staaten, sich als „hart durchgreifende“ Ordnungsmacht zu positionieren, die Grundrechte auch dauerhaft einzuschränken. Dazu ist unsere Demokratie aber zu gefestigt, ich hoffe und vertraue auf das richtige Augenmaß. In der Haut der Entscheidungsträger möchte ich nicht stecken. Gesundheit auch für Dich.

Herzliche Grüße zu Dir - Marie

15. Okt 2020

Man sieht ja, in Frankreich noch viel deutlicher, wie das Einzelwohl sich dem Gemeinwohl gegenüber verhält. „Stellenweise“ Grottenschlecht. Die deutsche Politik kommt wegen dem Föderalismus ins Trudeln und Hintertreffen, die französische, redet wenig, und tut, wenn überhaupt erst viel zu spät etwas um die Situation halbwegs im Griff zu halten. Meine Familie und ich kämen erst gar nicht auf die Idee, uns und andere zu gefährden, nicht weil wir so gut Menschen sind, sondern weil wir gesund sein wollen und andere durch Leichtsinn und Egoismus nicht gefährden möchten. Aber, hüben und drüben machen das Alles, einige kleine Gruppen, verteilt im Land, schlichtweg platt!!!!

Sei lieb gegrüßt
Soléa

15. Okt 2020

Liebe Soléa, hier läuft auch nicht alles perfekt, das Föderalsystem verhindert einheitliches Handeln. Im zentral regierten Frankreich sind Vorschriften leichter umzusetzen. Aber es gibt eben bei uns Bundesländer, deren Zahlen noch niedrig sind, da ist lokales Handeln sicher auch sinnvoll. Das sind verunsichernde Zeiten für uns alle. Deinen letzten Satz kann ich nur unterstreichen! Danke für Deine kluge Zuschrift. Pass gut auf Dich und „die Deinen“ auf.

Herzliche Grüße - Marie

15. Okt 2020

Bedauerlicherweise gibt es leider Viele, die versuchen aus der Not Kapital zu schlagen. Und das betrifft alle gesellschaftlichen Bereiche, ob Einzelne, Gruppen und in der Politik sowieso.

Kraft und Gesundheit.

Liebe Grüße - Jürgen

15. Okt 2020

Ja, Krisengewinnler wird es immer geben. Man muss sich nur davor hüten, sich allzu schnell auf „alternative Meinungen“ einzulassen. Da wird haarsträubender Blödsinn verbreitet, mich wundert, dass auch intelligent Menschen darauf reinfallen. Kraft und Gesundheit wünsche Ich Dir auch, lieber Jürgen!

Marie

15. Okt 2020

Liebe Marie,

und ist es nicht auch so, dass jeder einzelne dazu beitragen kann/muss, verantwortungsvoll sich selbst gegenüber aber vorallem auch seinem Umfeld geschuldet, gewisse Dinge einzuhalten. Tagtäglich begegnet man Verweigerern die alles abtun als wenn nichts wäre und alles negieren und in Frage stellen. Tatsache ist doch, dass nichts mehr so sein wird wie zuvor.

Wir werden uns neu orientieren müssen, Wertigkeiten und Prioritäten neu gewichten müssen, so sehr müssen wir wohl realistisch sein auch wenn das viele nicht wahrhaben wollen, man sieht es ja nicht, es ist einfach nur da!

LG Uschi

15. Okt 2020

Wie Recht Du hast, liebe Uschi! Wenn wir aus der weltweiten Krise, die nur durch einen Impfstoff beendet werden kann, nichts für die Zukunft lernen – dann sind wir verloren. Über allem schwebt nämlich die unendlich viel schwerer wiegende Krise des Klimawandels, die ohne totales Umschwenken und Umdenken nicht zum Stillstand gebracht werden kann. Von Verhinderung redet ja schon niemand mehr, den Zeitpunkt haben wir verpasst in unseren vor allem auf Maximalgewinn ausgerichteten Systemen. Ich grüße Dich herzlich zurück und danke für den guten Kommentar.

Marie