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Spätherbst

Bild von maruschka
Mitglied

gestern noch wucherndes Grün ist die Anmut tanzender Blätter
endgültig verweht, vergangen im Nu, wie die Stunden des Lebens;

Gedanken graben ahnend, nichts wissend im kriechenden Nebel,
im mählich schwindenden Schatz des Erinnerns und erwarten

die Wiederkehr lichter Gefühle; bangend fallen wir in die Leere
des nahenden Dunkels der Nacht und suchen die haltende Hand,

tragende tröstende Worte und die Momente des kleinen Glücks,
so warten wir schweigend mit geschlossenen Augen und bittenden

Händen auf die kommende Zeit des Rückzugs in Meditation und
Stille, hoffend auf Vergebung, auf Heilung der Wunden der Erde

Foto Pixabay, bearbeitet

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Kommentare

06. Nov 2020

Zwar fehlt der grüne, schöne Blick:
Doch weiß man schon - er kehrt zurück ...

LG Axel

10. Nov 2020

Uns trägt die Hoffnung durch das Dunkel und auch der Kerzenlichter Funkeln …

LG an Axel
Marie

06. Nov 2020

Wortkunst vom Feinsten. Eine Achterbahn der Gefühle ...
HG Olaf

10. Nov 2020

Danke, Olaf; meine Herbstgefühle sind allerdings eher vergleichbar mit einem altmodischen Karussell, dessen bunt bemalte Holzpferdchen begleitet von Drehorgelmusik ganz ruhig ihre Bahnen ziehen …

LG Marie

07. Nov 2020

"...wie die Stunden des Lebens..."

Wie ein Sandkorn in der Uhr
so schnell vergänglich ist doch nur,
selbst wenn nur Sekunden lang...

Nur ein Wimpernschlag, der Tränen hält,
Leid an Leid noch mehr dazugesellt,
in Minuten, Stunden und auch Tagen...

Innehalten, zu besinnen an den Dingen,
die wohl wichtig, die es wert -
wäre keinesfalls verkehrt!

Ein Text der direkt ins Herz geht liebe Marie, wieder einmal!!!
LG Uschi

10. Nov 2020

Danke für Deine ebenfalls sehr zu Herzen gehenden feinen wahren Worte, liebe Uschi!

Sei herzlich gegrüßt – Marie

08. Nov 2020

Auf eine besondere Weise mitnehmend, mich als Lesende zum Teil dieses natürlichen Laufes von Vergehen und Neubeginn werden lassend, ohne das Gefühl mich dagegen auflehnen zu müssen, so kommen Deine grossartig verfassten Verse bei mir an,liebe Marie.
Herzlich grüsst Dich Ingeborg

10. Nov 2020

Ja, ohne das Gefühl, sich dagegen auflehnen zu müssen – und zu können, liebe Ingeborg, man fügt sich und hofft auf das Licht, das kommt und betrachtet mit Freude die noch schlummernden Knospen an Ästen und Zweigen … ich grüße Dich herzlich dankend zurück.

Marie

25. Nov 2020

Und nach dem Lesen ein bisschen die Augen schließen;
rekapitulieren, genießen und im Stillen auf Vergebung
und Heilung hoffen. Sehr schöne nachdenklich machende Zeilen..

LG Thomas