Mit Rosen und Geistern

von Dominik Philippi
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Die Wellen tanzen müde und seicht,
als die Sonne ihren Zenit erreicht
und ich, ich stehe verloren im Sand
mit Rosen und Geistern in meiner Hand.
 
Jene Blumen, gerade eben dem Boden entrissen,
lassen mich unter stechenden Dornen stetigen wissen,
dass sich selbst die Schönheit jener verwelkenden Blüte,
noch nie um meine blutenden Wunden bemühte.
 
Und auch die Geister zu meinen beiden Flanken,
deren gottlose Kälte in meinen Iriden lebt,
erinnern mich in ihrer Schwerelosigkeit ständig daran,
dass man das, was man sieht, nicht immer auch greifen kann.
 
Also ignoriere ich seufzend die Illusionen zu meinen Seiten
und konzentriere mich streng auf die azurblauen Weiten
Doch als ich der sinkenden Sonne meine Blicke schenke,
ertappe ich mich dabei, wie ich an den Mondschein denke.
 
Denn die Wellen tanzen noch immer müde und seicht
um die Sonne, die langsam der Galaxie weicht
In ihren Schatten erwacht der eiskalte Mond
der wie ein apathischer Hirte im Erdorbit wohnt

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