Gedichte von Wera Goldman

Autorin
Aus der Bibliothek

Andere werfen euch in den Tag,
lassen euch von fremden Blicken drehn und wenden.

Land und Feld und Baum und Sand -
die Straße läuft, ein weißer Rand -
an allem…

Zwischen deinen schwalbenflügel - schwarz
zuckenden Augenbrauen
liegt, Herrin,…

Die Nacht hält den Atem an.
In ihr Horchen fallen Glockenschläge
von weit her -…

Ich bin geflüchtet!
Die fressende, hastende Welt hinterdrein,
bin ich geflohen,…

Laßt mich frei!
Laßt mich los -
aus dem Gefängnis eurer Gebete,
wer mich…

Jeder hat dich anders verstanden,
keine der Fabeln kann dich definieren.
Spielende…

Sie haben mich so überliefert:
Maria aus Magdala, die Straßendirne.
Wie können sie…

Ihr Maler in christlichen Ländern
Warum malt ihr mich in langen blauen Gewändern?

Oh - Grauen,
sich in dem Spiegel zu schauen,
und auf einmal sind es die Gesichter…

Herr, ich kann dich nicht in mir behalten,
du bist mir auf dem Herzen zu schwer.

Regen rinnt, rieselt, rauscht,
du kannst es hören.
Wenn man lauscht - Zeit rauscht…

Plötzlich - mitten aus dem Lärm der Tage
blickt still dein Gesicht.
Unverletzlich…

Es ist Abend ...
Auf dem nassen Asphalt
blinken glitzernd blitzende Lichter.…

Still ruht der Wald -
der Abend bricht herein.
Schon wird es kalt.
Ich bin…

Die Bäume der Ringstraße leise entlaubt,
blick ich traurig in die Gärten dahinter,…